Kinder- und Kleinkindfotografie

Meist wird ein Fotoknipskästchen dann angeschafft, wenn der erste Nachwuchs sich angekündigt hat. Heute ist es vielleicht nicht mehr der einzige Grund, weil Digital alles revolutioniert hat. Alles auf „P“ und los geht’s… Bedienungsanleitung lesen? Fehlanzeige! Wozu das denn, die Kiste macht doch alles allein. Bis zu einem gewissen Grad – jo! Doch schon bald tauchen die ersten Fragen auf: Warum ist mein Bild immer so dunkel/zu hell? Wieso ist es verwackelt? Die typischen Anfängerfragen halt. Sie tauchen immer noch in den einschlägigen Foren auf, weiß der Teufel warum, sie werden doch schon in der Bedienungsanleitung erklärt. Das sind dann so die ersten Momente, wo sich Frau/Mutter fragt; wieso gehen wir mit Sohnemann/Tochter nicht mal zum Fotografen? Irgend was muss der ja anders machen – abgesehen davon, dass er ein Studio mit Blitzköpfen hat. Ich gehe hier und auch in diesem Blog nicht mehr darauf ein – es ist ein Grundwissen das Verständnis von Blende, Belichtungszeit und Brennweite das voraussetzt überhaupt PHOTOGRAPHIEREN zu KÖNNEN. Und eben ein Grund, warum immer noch Fotografen gebraucht werden, die es gelernt haben – Gott sei Dank! Das es auch hier Ausnahmen gibt ist stadtbekannt… Ich bekam also Besuch von einer Mami mit ihrer kleinen Tochter, um ein paar Bilder herzustellen. Im Studio. Ungewohnte Umgebung für die Kleine, nix Vertrautes um sie rum, gut das ab und an Bini das kleine Stofftierchen an den man sich festklammert, vorhanden ist – man ist dann jedenfalls nicht ganz so allein. Kleinkinder und Kinder zu fotografieren erfordert enorme Geduld. Es ist völlig unmöglich sie in eine Richtung zu dirigieren, man muss sie einfach machen lassen, im geeigneten Moment abdrücken und hoffen, das die Aufnahme etwas geworden ist. Gerade aus diesen Gründen habe ich es immer wieder abgelehnt Bilder von Kindern anzufertigen. Es ist für mich reinster Stress, den können die ertragen, die sich für sowas verschrieben haben… Da kam also Pia in mein Studio und schaute immer wieder zu ihrer Mama hinauf. Wollte und konnte diesen bärtigen Typen der sie freundlich angrinste einfach nicht entgegen kommen. Ich ließ die Beiden erst einmal kurz allein, damit Mama erklären konnte, was da eigentlich abgehen sollte. Doch so richtig geheuer war ihr das danach immer noch nicht. Erst als sie auf einem roten Hirschen reiten durfte, den Mama wohl weißlich mitgenommen hatte taute die Kleine ein wenig auf. Ich ließ sie agieren, lockte ihr hin und wieder ein lautes Lachen hervor, und ganz langsam traute sie sich mehr zu. Jagte hinter Daunenfedern her und spielte Engel… Es wurden nicht viele Bilder, aber Mama war sichtlich stolz. Auf die gelungenen Bilder und auf ihre Tochter. Und mehr braucht man dazu wirklich nicht…  IMG_0418 IMG_0419 IMG_0420 IMG_0421IMG_0079 IMG_0080 IMG_0081 IMG_0085 IMG_0096 IMG_0097 IMG_0098 IMG_0115 IMG_0121 IMG_0122 IMG_0123 IMG_0125 IMG_0127 IMG_0128 IMG_0129 IMG_0130 IMG_0165 IMG_0166

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