Vorspiel

Vorfreude

Und was danach geschah… 🙂

Heute wollte ich Sarah aus Husum fotografieren. Ich freute mich wie Bolle darauf. Schon auf der Hinfahrt wo ich sie abholen sollte kriegte ich mich gar nicht so richtig ein…

Voran gegangen waren einige e-mails mit verschiedenen Inhalten zum Ablauf und auch der Tatsache, dass eine Begleitperson mitkommen musste/sollte um auf Sarahs kleine Tochter aufzupassen. Diese Person hatte allerdings auch einen 2 jährigen Sohn der natürlich auch mit musste. Denn – wer sollte auf den aufpassen?

Alles keine Hürde dachte ich doch es kam alles ganz anders.

Auf der Fahrt zurück in mein Studio erzählte mir Sarah dann so einige Geschichten, die ich hier nicht weiter geben möchte. Nur eine: Sie war wieder schwanger. Diesmal bekommt sie Zwillinge von einem Zwilling. Das war schon ein kleiner Schock für mich…

Wie soll das denn weiter laufen? Keine Lehre, kein Job, kein Nix… kein Geld – aber Kinder in die Welt setzen…  Ich stellte mir nur immer wieder die eine Frage: WIE soll das enden?

Erst mal rauchen…

Schwanger und dann rauchen?

Wir gingen die Treppe zum Studio hinauf und ich hatte immer noch ein mulmiges Gefühl nach dieser Fahrt. Ich bekam auch nicht so die Routine hinein, die mich ansonsten immer begleitete bei Studioshootings. Das Licht wollte einfach nicht sitzen.

Es musste dunkel sein… bei Sarah musste immer alles dunkel sein… Zu Hause bei ihr sind alle Fenster verhängt… ständig ist es dort dunkel. Sie trägt nur schwarz. Glaubt, dass sie ihre Seele dem Teufel verschrieben hat…

Wir kamen sehr zäh in Gange. Das lag nicht nur daran, dass sie unsere Abmachung was das Thema anging, nicht hielt, sondern eher daran, dass ihre Begleitperson alles andere tat, nur nicht die Kinder unter ihre Fittiche nahm.

Warum gab ich Sarah nach, als sie darum bat die Kinder und ihre Freundin mit ins Studio zu nehmen. Von da an lief alles aus dem Ruder bevor wir überhaupt angefangen waren. Die junge Dame hatte nur EINES im Kopf – Ihr SMARTPHONE… Vor meinen Füßen wuselten die Lütten herum, ich bekam keinen Draht zu Sarah, weil die ständig ihre Gedanken bei ihrer Tochter hatte…und ihre Freundin müllte sie noch zusätzlich mit Informationen zu, die eine Zusammenarbeit mit ihr völlig unmöglich machten.

Als Sarah dann das zweite Mal die Windeln bei ihrer Tochter auf dem Studioboden gewechselt hatte und die Kleine zwecks Übermüdung nicht aufgab, das Shooting weiter zu stören, der Sohn ihrer Freundin ständig auch fotografiert werden wollte… und das Handygesülze kein Ende nahm, brach ich das Shooting ab.

Auf der Rückfahrt nach Husum brach das Vodafon Netz zusammen.

In meinem ganzen Leben habe ich noch nie so einen Scheiß gehört was danach passierte.

Ebola und IS sind Kinderkacke dagegen…

Als ich wieder zu Hause war gönnte ich mir zunächst einmal einen vierstöckigen Whisky. Scotch Single Malt. Das musste einfach sein.

Danach fasste ich einen Entschluss..

Als erstes warf ich mein Uralt Handy welches sowieso nur ein zweimal im Jahr benutzt wurde, in den Müll…

Dann druckte ich ein Schild mit folgendem Text aus…

Ab hier herrscht HANDYVERBOT!

Nichts, aber auch wirklich NICHTS, ist so wichtig,

dass es nicht zwei Stunden warten kann!!!!

und hing es an die Studiotür.

NIE wieder Begleitpersonen – und wenn dann nur VOR dem Studio!

Und dort… Lach… kann die sich dann mit dem Smartphone richtig toll amüsieren…

Es hat alles Dimensionen angenommen, die ich nicht mehr verstehe… Dieser ganze Handykult ist so was von abgedreht.

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