Im (Po) sandt

_MG_0102

Eigentlich war dieser Veröffentlichung eines Artikels von kwerfeldein voran gegangen: http://kwerfeldein.de/2015/03/24/fotografie-warum/

Wenn man den Artikel gelesen hat stellt man fest, dass es um die Essenz geht, WARUM? Längere Leser meines Blogs wissen – diese Frage habe ich schon seit dem ersten Tag gestellt, als ich mich entschlossen habe einen Blog zu führen. Ist also nix Neues.

In dem Text wird auch der Sexismus in einigen Bildern erwähnt. Wozu, weshalb, warum?

Warum also habe ich dieses Bild erstellt.

Dazu muss ich ein wenig ausholen; ich wollte Jana A. am Strand ablichten. Zusammen mit einer Freundin, die mit mir fotografierte. Wir verwendeten zu dem Zeitpunkt noch analoges Material. Während Andrea, meine Fotofreundin, sich Gedanken machte, wie sie ihre Ideen verwirklichen wollte, scheuchte ich Jana schon mal ins Wasser – eben nur mit dieser weißen Bluse bekleidet. Sie schien die Temperatur der Ostsee zu genießen, wollte überhaupt nicht wieder heraus. Doch bevor sie anfing zu „schrumpeln“ wollte ich diese Einstellung hinter mich bringen. ich weiß nicht mehr, wo ich diesen „panierten“ Hintern gesehen habe, ob im Playboy oder in der Lui – keine Ahnung – ich wollte es nur genauso realisieren, weil mir der wundervolle kurvige Hintern von Jana schon lange aufgefallen war. Also angerufen, Termin gemacht und ausgeführt. Sicher, den Schatten oberhalb des Bildes hätte ich ein wenig minimieren können – hab ich aber nicht. Sei es aus damaliger Unwissenheit oder Nachlässigkeit. Ja, ich finde es einfach anregend, diesen Sand auf ihrem Po, den ich am liebsten wegstreicheln möchte. Die Diagonale, die das Ganze noch ein wenig streckt… DARUM habe ich das Bild gemacht.

Ich finde JEDER Fotograf sollte in der Lage sein, SEIN Bild erklären zu können, sonst wäre Fotografie ja irgendwie Humbug. Insofern stimme ich dem Artikel sehr wohl zu, was das WARUM angeht. Vielleicht wäre das auch ein sinnvoller Beitrag um die Bilderflut ein wenig einzudämmen…

Advertisements

6 Gedanken zu „Im (Po) sandt

  1. Warum?
    Die Frage kenne ich von dir, schon seit längerem. Ich stelle sie mir auch immer wieder. Nicht immer, aber immer öfter.
    Für mich sind die Bilder gut, die eine Geschichte erzählen, eine Emotion rüberbringen, eine Stimmung vermitteln. Damit sind sie damit (fast) selbsterklärend.
    Wenn ein Bild erst erklärt werden muss, ist es dann ein (allgemeingültig) gutes Bild?
    Für den Fotografen vielleicht, zum Zeigen, vielleicht auch noch ohne Kommentar? Warum?
    Warum zeigt er es dann? Welchen Gedanken hat der Fotograf dabei?
    Nicht beim Machen der Aufnahme, beim Präsentieren.
    Damit sind wir wieder bei dem Punkt der Bilderflut und deren Eindämmung.
    Ein wenig WARUM? und die Beschäftigung mit dieser Frage tut vermutlich jedem Fotografen gut.

    • Oh ja…:-) aber… findest DU, dass dieses Bild eine Geschichte erzählt? Wenn ja, dann sind wir schon zwei. ICH kenne ja die Entstehung, Du als Betrachter ohne Information ja nicht. Würde es Dir trotzdem etwas erzählen?
      Das ein Mädchen, welches am frühen Nachmittag im warmen Sommerwind zum Strand geht um sich eine Abkühlung zu verschaffen – und anschließend in den warmen Sand legt um die wärmende Sonne zu genießen – davon träumt, dass ihr ein Jemand den Sand vom Po streichelt… Hätte ich KEINE Information zu diesem Bild – ich würde es denken 🙂
      OK, vielleicht würde die weiße Bluse, die natürlich nass ist und in eine völlig andere Richtung lenkt, dabei stören… vielleicht… Nur die Frage ist eben wie weit ist es möglich „sexistische“ Gedanken in ein Bild zu bringen, dass es nach dem Autoren des Artkels bei Kwerfeldein noch eine Existenzberechtigung hat. Oder sind alle Bilder die erotische Inhalte haben überhaupt keine Bilder mit Anspruch? Nur Klickbringer? Das wäre aber dann zu einfach.

      • Jupp, das Bild erzählt eine Geschichte, wenn man sich darauf einlässt.
        Steffen nennt es „cineastische“ Bilder machen, Bilder die wie ein einzelner Frame aus einem Film gerissen sind. Es gibt estes davor und es gibt auch etwas danach. Die Bedingungen sehe ich bei deinem Bild erfüllt.
        Für mich besteht ein großer Unterschied zwischen Erotik, die etwas Cineastisches hat und Pornografie, die einfach der Lustbefriedigung dient (und dabei keine Geschichte erzählt).
        Ich denke, das ist auch das, was der Autor gemeint hat.

  2. Du schreibst: Für mich besteht ein großer Unterschied zwischen Erotik, die etwas Cineastisches hat und Pornografie, die einfach der Lustbefriedigung dient (und dabei keine Geschichte erzählt).

    Und diese Bilder haben dann laut des Autoren keine Berechtigung gezeigt zu werden? Es gibt doch auch dort Unterschiede. Richtig platt bis ästhetisch schön… auch in der Pornographie – schon oft gesehen. Ich denke da z.B. an Karl Louis oder auch an Newton… der an Grenzen gegangen ist.

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s