Ich hab’s getan…

… endlich habe ich mir einen großen Traum erfüllt.

Seit einiger Zeit schon suche ich im Netz nach einer analogen Mittelformat-Kamera. Es ist nicht so, dass ich noch nie mit so einem Ding fotografiert habe, doch es beläuft sich damit auf ein paar Auslösungen, die ich an fünf Fingern abzählen kann.

Für mich war diese Kamera damals einfach unerschwinglich. Von den Objektiven ganz zu schweigen. Die Qual der Wahl bestand ja nicht nur darin welches Fabrikat ich wählen sollte, sondern auch welches Filmformat sollte es denn nun sein. Da gab es Hasselblad – Auch gebrauchte manuelle Teile, die sich im AA Zustand befanden waren für mich viel zu teuer. Hasselblad also nicht, 6×6 mag ein tolles Format sein, ich verwarf es jedoch schon bald 😦  Dann kam ich über sehr preiswerte Teile zu Bronica. Wäre eine Option, aber was gab es da denn noch…

🙂 Beim Aufräumen eines Regals in meinem Büro bin ich dann auf einen Ordner gestoßen, der massenhaft Kamera-Prospekte enthielt. Von Minolta über Nikon… Von Bronica über Hasselblad bis … ja bis ich auf Mamiya stieß. Mamiya hatte da folgende Filmformate im Angebot: 6×4,5 – 6×7 – 6×9…

6×4,5? Nö… das war mir zu normal. So was hatte ja damals jeder 😉 Dann fiel mir der Prospekt von der RB 67 Pro SD in die Hände und ich war Feuer und Flamme.

Da saß ich nun, im Licht der Schreibtischlampe und las wie damals mit heißen Ohren die Details dieses Monsters durch. Jetzt schnell ins Internet… wo gab es so was und wie teuer… Drei Tage stöberte ich durch die Angebote, bei den Auktionen gab es auch ganz hübsche… 🙂 Aber ich biete nicht… ist mir einfach zu blöd…

Muss ich ja auch nicht. Denn am vierten Tag fand ich das Objekt meiner Begierde:

(Foto des Anbieters)

Kurze Überlegung – dann rief ich den Anbieter an und wir wurden uns sehr schnell einig… 🙂 Ich war ihm wohl tatsächlich ein wenig zu schnell – irgendwie gar nicht so darauf vorbereitet, dass das Ding jetzt tatsächlich weg ging… Ich erwarb dann noch eine 180er Brennweite dazu, damit ich auch gleich losschießen konnte, wenn das Ding hier eintrudelt. 180mm Brennweite hört sich im ersten Moment ziemlich viel an. Doch es sind, wenn man den Umrechnungsfaktor mal 0,5 nimmt, im Vergleich zum Vollformat Kleinbild „nur“ 90mm. Und diese sind dann genau auf Porträt zugeschnitten… PASST! hehe…

Ich freue mich auf ein völlig neues Fotografiererlebnis…

Wo alles nach Miniaturisierung schreit leiste ich mir ein knapp 3kg schweres Kameramonster. Ohne Objektiv – versteht sich. Ich werde es lieben.

Da ist echt noch viel „Handarbeit“ nötig. Allein das Einlegen des Films…

HACH… endlich wieder Analog… ich werde wohl die eine oder andere Träne zerdrücken…

Stay tuned…

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