CANADA- British-Columbia- Es wird… :-)

Epilog

Das plötzliche aber nicht so ganz unerwartete Ableben meines Schwagers Ha-Jü machte nun einige Änderungen im Reiseplan nötig. Wir hatten ja noch einiges an Zeit um die Flüge ein wenig umzuorganisieren. Als erstes zwei Flüge stornieren, anschließend wieder neu buchen, diesmal auf den Namen von Felix und Lisa… hört sich leichter an, als es war. 🙂

(Warum ist es nicht ganz einfach möglich die Namen auszutauschen und gut is… WAS zur Hölle ist daran so schwierig… es blieb doch sonst alles beim Alten…)

Die Namen hingegen bei den anderen Posten wie Hotelzimmer und Wohnmobilanbieter gestaltete sich als eines der leichtesten Dinge…

Darauf folgte dann die Auslandskrankenversicherung und die Reiserücktrittsversicherung – alles wie sonst auch. Neu war für uns die Sache mit dem eta- Einreiseformular…

Darum machte ich mir im Vorfeld die meisten Gedanken. Von wegen genaustens ausfüllen, bloß keine Fehler bei der Reisepass-Dateneintragung machen…

Im Nachhinein war das eigentlich völlig pillepalle…

Ich füllte meinen Antrag (auf der realen (!) Government of Canada Seite aus und erhielt schon in nicht einmal drei Minuten die Einreiseerlaubnis… 🙂 Das Gleiche tat ich mit Sabines Daten… doch nix tat sich… auch in zwei Stunden nicht… Hm… ich füllte also noch einen aus, diesmal mit den Buchstaben oe- als ö… OK das zweite mal 7 Can$ verballert, aber die Antwort kam sofort…

Reale Seite Government of Canada deshalb, weil sich sehr viele dubiose kleine Mistkerle damit eine Goldene Nase verdienen wollen… Bis zu 35 Euro sind mir schon als Gebühr aufgefallen… Drecksäcke…

Einen Tag später erhielt ich dann die Zusage von meinem ersten Antrag für Sabine… Mal sehen was das gibt… Ein Pass – zwei eta Nummern…

Im weiteren Verlauf der Reisevorbereitungen fielen mir im Netz außer dem für uns hervorragenden Reiseführer von Reise Know How noch zwei andere im echt positiven Sinne auf… Und die waren von „Lonely Planet“ – phantastisch… So detaillierte Wegbeschreibungen für die Wanderwege in BC habe ich noch nie gesehen… In englisch zwar, aber sehr gut geschrieben… auch für mich durchaus verständlich.

Es brennt immer noch in BC

http://governmentofbc.maps.arcgis.com/apps/webappviewer/index.html?id=a1e7b1ecb1514974a9ca00bdbfffa3b1

Doch schon lange nicht mehr so schlimm wie vor ein einigen Wochen noch… Wir werden sehen…

Hiermit verabschiede ich mich erst einmal bei meinen treuen Lesern für die nächsten vier Wochen.

Ja ich weiß – – – Neid muss man sich verdienen… :-)))

Canada Ey….

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Dam’nd!!!

„Morgen fahren wir nach Hamburg“, bestimmte ich gestern,“ ich will endlich mal wieder ins Miniaturwunderland. Da gibt es so viel Neues zu sehen…“

Sabine, die beste aller Partnerinnen, warf diesmal einen Vorschlag ein, den ich nicht ganz so schlecht finden konnte. Es gab eine Möglichkeit mit dem ZUG (!) von Schleswig bis nach Hamburg Hauptbahnhof durchzufahren. Von da aus nur noch ein kleines Stück mit der U3 Richtung Baumwall und dann nur noch 600m zu gehen. Hörte sich verdammt gut an, zumal das mit dem SH-Ticket eine saubere Sache gewesen wäre…. WÄRE…

Es fing damit an, dass die beste aller Partnerinnen mal wieder viel zu viel rum trödelte – so kamen wir zu spät los, und den Rest besorgten dann zwei Laster, die einfach nicht zu überholen waren…

In Schleswig angekommen, liefen wir vom supernahen Parkplatz schnurstracks zum Bahnhof… der geneigte Leser weiß woraus dieser besteht, und lösten ein Schleswig-Holstein Ticket für zwei… steckten die Fahrkarte ein, liefen so schnell es ging den besagten langen Gang hinunter, durch die Unterführung hindurch und bekamen keuchend im aufsteigenden Gang zu Gleis 3 (!) mit, wie der Zug ohne uns abfuhr… Das war um 6.35 Uhr… die Zeit spielt noch eine große Rolle… 🙂

Was nun tun? Wir beschlossen uns ins Auto zu setzen und den nächsten Zug zu nehmen, zähneknirschend. Denn: Um 9.00 Uhr kommt man noch ganz lässig und easy in die Örtlichkeiten des  Miniaturwunderlandes… Der nächste Zug fuhr dann um 7.35 Uhr… noch kein Beinbruch.

Der Beinbruch kam während der Fahrt… Wir sollten gerade Neumünster erreichen, wo uns der Schaffner (Zugbegleiter, Kontrolleur, Kartenstecher) eröffnete:

„Diese Karte kann ich so nicht gelten lassen“, hörten wir nur. Sie gilt erst ab 9.00 Uhr. Entweder nachzahlen, oder aussteigen und um 9.00 Uhr weiterfahren…“

HÄÄÄ???? OK, wir hatten jetzt in der Eile das gedruckte auf der Fahrkarte nicht gelesen… 😦

„Was kostet nachzahlen?“

„50 Euro insgesamt…“

„OK, Aussteigen!“ bestimmte Sabine…

Also stiegen wir in Neumünster aus, laufen ’ne Runde blind umher und setzen uns dann zu Mc Donalds ins Restaurant und trinken den schlechtesten Kaffee der je durch unsere Kehlen geronnen ist… Pfui Deibel… wieder ’ne Stunde vertrödelt.

Der nächste Zug ging dann um 9.25 Uhr… viel zu spät für unser Vorhaben.

Zumindest kamen wir gut an, die Sonne schien und ab zur U3, die uns zum Baumwall bringen sollte. Haaaaaahaaaaa…. zunächst einmal waren gefühlte tausend Leute, zum größten Teil Kinder und Jugendliche auf der Fläche – hatten die denn keine Schule???

Und zum anderen platzte die anrollende U-Bahn aus allen Nähten…

Wir stopften uns so ziemlich als letzte noch hinein um im gleichen Moment wieder hinaus zu hüpfen: Ich tippte mir mit dem Zeigefinger an die Stirn und sagte nur: „Die spinnen doch alle…“

Wir nahmen die nächste… völlig entspannt und ohne Gedränge, sogar mit Sitzplatz fuhren wir zwei (!!!) Minuten später weiter und erreichten völlig gesund den Baumwall. Jetzt noch 600m zu Fuß und wir waren da…

Es war ein Bild der Apokalypse… Wie viele wollten denn da noch rein??? 1 Million???

Wir gingen durch einen Seiteneingang die vielen Treppen zur Kasse hinauf – war auch ein Glück, denn so umgingen wir einen ganzen Schülerschwarm der ebenfalls auf dieses Ziel aus war. 😉

Oben angekommen ging es an eine Kasse (sofort übrigens, ohne Wartezeit) wo man uns den Ernst der Lage erst einmal erklärte. Das wollte ich gar nicht hören… aber dann kam etwas, was sehr viel besser klang:

„Ab und zu lassen auch einige Gäste ihrer Karte verfallen… ja, hier… eine Person mit Anhang – das passt doch – ich gebe Ihnen diese Karten, dann können sie ohne die 45min. Wartezeit gleich hinein gehen… Herzlichen Glückwunsch!

„Ha, das Glück ist bei die Doofen…“

Na ja – Glück?

Wir kamen hinein – doch es bot sich ein Bild des Grauens. Und dieses Bild verließ uns auch die nächsten vier Stunden nicht! Es war voll… richtig voll… Aber davon demnächst mehr. Ich muss erstmal die 455 Bilder sichten, die ich da neu in meine Miniaturwunderwelt hineingefügt habe…

Fotografiert wurden sie mit dem kaputten 2.8/24-70mm von Tamron. Dieses Objektiv scheint bei offener Blende ein unglaubliches Eigenleben zu entwickeln. Was auf dem kleinen Display der Kamera noch ein wenig „merkwürdig“ aussah entwickelte sich für mich beim Anblick auf dem PC oder gar auf unserem 104er TV zu einem nicht enden wollenden Genuss… Dieses Objektiv wird niemals wieder „repariert“… Niemals…

Uns trieb dann der Hunger irgendwann aus diesem Gebäude – ohne überhaupt alles gesehen zu haben. Und die nervtötenden Kinder – naja, nicht die Kinder – eher dieses unsinnige Rumgeschreie… es törnt mich einfach ab…

Und mit dieser halb wutentbrannten, halb resignierten Laune gingen wir schnurstraks zu einer Pizzaria – ICH GING FREIWILLIG IN EINE PIZZARIA… ICH!

Und ich schlang eine El Tonno… ich hasse Thunfisch, in mich hinein. Dazu ein kaltes Erdinger Weißbier – zumindest ein vernünftiges Bier. Wir hatten den direkten Blick auf die Elbphilharmonie, als uns die Nachspeise serviert wurde: Tiramisu . Espresso für Bine, Cappu für mich und zwei (!) Löffel… das Zeug war einfach nur himmlisch…

„Und wenn ich noch so runde Füße habe… wir gehen da jetzt rauf“, und sie deute mit dem Zeigefinger in Richtung der Elphy.

Dort wurden zwischenzeitlich auch schon mehrere Busseladungen ausgeladen… Knirsch..!

Doch wir bekamen zügig unsere Zutrittskarten und rollten die große Rolltreppe hinauf…

Oben angekommen standen mir schon wieder viel zu viele im Weg um eine Idee zu fotografieren… es war zum Auswachsen…

Wirklich… ein Tag der einen so was von ermüdet, anstatt entspannt… ist ein verlorener Urlaubstag. Auf der Rückfahrt fing es nach Elmshorn unglaublich an zu schütten… in Schleswig ging es dann und auf der Fahrt mit dem Auto nach Hause schüttete es dann weiter.

Unser Fazit zur Bahn: Mal wieder eindeutig: NIE wieder!

Was wir alles im Miniaturwunderland gesehen haben, erscheint hier dann in Bälde…

Stay tuned…