Diggles News 14

Lang ist’s her, aber es gibt mich noch… Ich mache ja so ziemlich alles um diesem Knipser zu entkommen. Doch irgendwie findet der mich immer wieder…

Und dabei ist das so geil unter dem Reflektor…

Nicht einmal genüsslich gähnen kann man, ohne dass der da mit seiner Kamera hockt und nur darauf wartet.

Ich muss reichlich dämlich ausgesehen haben, als ich mich im letzten Moment von ihm habe überraschen lassen…

Hihihi…. Mann Diggles – das nenn ich mal einen intelligenten Gesichtsausdruck… Anm. d. Autors… 🙂

Schönhagen

Schönhagen ist ein reines Urlaubsdomizil… für die Sommermonate an der Ostsee… im Winter gleicht es einem Geisterdorf.

Gestern war ich, mehr durch Zufall, mal wieder dort… es gab da n kleines Event mit anschließendem Feuerwerk.

Und es spielte eine Band…

Mal in Rot, das Licht…

Mal in Blau…

Mal mit weißen Spots…

Doch das Geilste fiel mir erst während der Nachbearbeitung auf: Aufgenommen in ISO 2000 und wer immer noch glaubt die Mark III rauscht nicht so stark, wird hier eines besseren belehrt. 100% Ausschnitt aus dem Original. Unbearbeitet.

Da ist diese Version schon deutlich besser, oder? Mir fiel nämlich ein Detail erst jetzt in der RAW – Bearbeitung auf:

DAS habe ich noch nie benutzt… Und es geht dabei auch nur um die RAUSCHREDUZIERUNG… und das über die Luminanz. Und das Ergebnis kann sich echt sehen lassen. Wenn man jetzt noch das Bild auf die Größe bringt, wie es auch betrachtet wird – das geht und gilt natürlich auch bei vergrößerten Drucken und die dazu auch benutzten Betrachtungsabstände (!!!!) – dann habe ich eine Qualität die ich bei mir in solchen Empfindlichkeitsstufen so noch nie gesehen habe. Hier dann das ganze Werk.

Ich bin echt begeistert… 🙂

Und dann kam das obligatorische Feuerwerk. Wie einige von Euch wissen, interessiert es mich nicht, ob man das mit Langzeitbelichtungen macht um möglichst viele von den möglichen raketen einzufangen. Mir geht es einzig und  allein darum was da passiert, wenn das Ding explodiert.

Genau das… 🙂 Also verwende ich auch hier sehr hohe ISOzahlen und friere den Moment ein – ganz das Gegenteil von dem was das in der LZB passiert…

Ist aber auch nicht einfach. Ich weiß nie so richtig wo das Ding hochgeht, bin dann schon wieder zu spät am Geschehen und löse natürlich auch zu spät aus… Der Ausschuss ist enorm, aber – wie man sieht – kommt es auch mal zu einem positiven Moment…

Und ganz zum Schluss traute ich meinen Augen kaum… wie das Bild aus einer Schlacht…früher mit den Dänen.. oder so…

Ganz ehrlich – die Flagge links habe ich, als ich das Bild erstellt habe, überhaupt nicht bemerkt. Zeigt mir auch wieder, doch lieber mal genauer hinzuschauen, was man wo noch mit einbauen kann, um eben dem Bild die Stimmung – Aussage zu geben, welche man ihm zugedacht hat. Auch wenn dies, wie bei mir, erst nach der Bea der Fall war…

Schön, nicht?…

 

Ich bin immer noch kein Hochzeitsfotograf Die Dritte.

Prolog

November 2016 Stilwerk in Hamburg feiert Jubiläum

Wir, Sabine, Wiebke, Ha-Jü und ich begaben uns an einem regnerischen Tag nach Hamburg, um beim CRD (Kanadischer Reise Dienst) unseren ersten gemeinsamen Urlaub in Kanada zu buchen. Ha-Jü war zu dieser Zeit schon ziemlich angeschlagen durch die Chemo gegen den Krebs. Er war aber Guter Dinge das noch in den Griff zu bekommen.

So Guter Dinge das er die gereichten Häppchen und andere Kleinigkeiten reichlich annahm.

Während der Reisebuchung fielen Sabine und mir Erinnerungen ein, die wir in 8 Kanadareisen erlebt hatten und immer wieder zum Besten gaben. So entstand eine fröhliche Runde in einer sehr entspannten Stimmung…

Und wir waren alle sicher – es würde ein wundervoller Urlaub werden… im September des Jahres 2017.

Wir wollen Euch etwas verkünden“, so Lisa vor einiger Zeit,“ Felix und ich werden heiraten.“

Einer meiner hellsten Sterne wollte also den Bund fürs Leben schließen… Mein erster Gedanke galt: hat sie sich das wirklich gut überlegt? Nun, genug Zeit zum Üben hatten die Beiden ja. Mehr als 10 Jahre… Lisa und Felix, ihr erster Freund, Partner, und jetzt Ehemann…

Einige Monate später…

Mit der Gesundheit von Ha-Jü ging es immer weiter bergab. Und dennoch: er kämpfte bis zuletzt, gab die Hoffnung auf Heilung nicht auf.

Doch dann hörte sein Herz auf zu schlagen.

Er starb nicht allein… Seine engsten Vertrauten waren bei ihm, als er ging…

Und er hinterließ in dem Moment eine riesige Lücke. Zunächst konnte ich das noch gar nicht begreifen, erst während der Beerdigung wurde mir bewusst, was uns da genommen wurde.

Aber zuvor war ja noch Lisas Hochzeit. Das war alles andere als leicht. Der Vater der Braut verstirbt und drei Tage später sollte die Hochzeit stattfinden. Dennoch: ein Verschieben des Termins kam nicht in Frage. Und so fanden sich die engsten Vertrauten und Freunde von Lisa und Felix am Samstag im Standesamt ein.

Das Fotografieren wurde mir diesmal von Knutschi abgenommen. Do you remember?

https://schnuckyathome.wordpress.com/2015/08/11/ich-bin-kein-hochzeitsfotograf-die-zweite/

Auf der Fahrt zum Standesamt regnete es Bindfäden, während der Trauzeremonie weiterhin, doch zum Ende dessen wurde es immer weniger mit dem Regen…

Ich wäre nicht der, wenn ich nicht auch meine Kamera mitgenommen hätte und so entstanden noch einige Bilder die Knutschi gar nicht wahrgenommen hatte. So wie das Bild der üblichen Verdächtigten. Wie so oft in früherer Zeit. 🙂

Auch Lisa und ihre Schwester Jana mal wieder zusammen…

Lisa hatte keine „klassische“ Feier in einem Gasthof im Kopf, das musste etwas anderes sein. So wurden mehrere Zelte auf dem Grund von Lisas Großvater aufgestellt, drei große Grills ebenfalls. So sorgte eine Mannschaft hinter einem improvisierten Tresen für die Getränke und die andere für die Besänftigung des Hungers. Salate und Torten wurden von den Gästen gestiftet. Jo, so konnte man es auch machen.

Wie das allerdings für einige in Arbeit ausartete konnte niemand ahnen. Allein Sabine hatte sich einfach zu viel aufgebürdet. Kartoffelsalat machen, Nachspeise wuppen, Hochzeitstorte backen – Ha! Das allein wäre schon ein Kapitel für sich. Und hätte ich da nicht ein Machtwort gesprochen wäre es zu dieser überhaupt nicht gekommen.

Pft!

Was ist mit Sekt beim Standesamt? Wer kümmert sich darum?“

Weil das nicht so richtig klar war zog ich auf ihr Ansinnen los und orderte 18 Flaschen Sekt. Hihi… natürlich war das längst geklärt… und die Sektarmada steht jetzt bei uns im Keller… 18x Neujahr feiern – auch nicht schlecht.

Nach der Zeremonie im Standesamt sollte ich dann die „offiziellen“ Fotos machen. Irgendwie war mir das völlig entfallen. Hmmmm…

Doch ich hatte meine Kamera ja noch am Mann und so legte ich los nachdem sich Lisa Gummistiefel (!) angezogen hatte…

Es nieselte noch leicht…

Lisa wünschte sich Bilder im Wald, genau gegenüber. Diesen Wunsch erfüllte ich ihr. Auch hier tropfte es hin und wieder noch von den Bäumen – es war schwül und Bremsen verdarben einem die Konzentration. Ich gab diesmal keinerlei Hilfestellung von mir, keine bewusste Anleitung zum Posieren. Die Beiden sollten völlig frei etwas eigenes gestalten. Und so kam es auch…

Wenn wir bei der Allee sind, dann möchte ich viiiiiiieeel Natur um uns herum…“

Tja, ganz ohne Dreck gings halt nicht.

aber auf der Feier sah man davon überhaupt nix mehr …

Noch ’n paar kleine Eycatcher

Jana und ihr Freund Simon, den ich auch schon in mein Herz geschlossen habe. Was der alles geleistet hat in der schweren Zeit, Hut ab… dafür hat er meine Hochachtung…

Und … es wird noch etwas mehr von ihm zu sehen geben… die räumliche Entfernung zwingt mich erst einmal dazu, dass es später sein wird…

Leo und Gunnar – ein seltenes Bild zusammen…

Und dann: Friede über allem…

Abschied…

auch von einem unserer Besten …

Wir werden ihn nie vergessen…

…Zu allem Überfluss verstarb ein paar Tage nach der Hochzeit der Großvater von Felix…

Was für eine Woche…