Über

Nun ist doch tatsächlich mein schöner ganzer Text weg… war’s ein Hacker? Oder die CIA?… Man weiß es nicht. Und mir ist es jetzt egal…

Once upon a time… so fangen viele Märchen an.

Mein fotografisches Märchen begann irgendwann 1992, als ich in einem Fotoladen in Kiel mehr im Vorbeifahren mit meinem Motorrad eine Kamera sah, die mir schon damals in den 80ern schlaflose Nächte bereitet hatte: Es war die Minolta 7000. Zu dem Zeitpunkt gebraucht für 469 DM.

Es war nicht der erste Gedanke fotografieren zu wollen, ungefähr 10 Jahre zuvor hatte ich mich schon einmal dafür interessiert – ich lieh mir die Ricoh meines Onkels aus und fotografierte zum ersten Mal in Berlin… 🙂 Ha, fotografieren… ich hatte doch keine Ahnung… und als ich die Ergebnisse dann sah, gab ich die Kamera wortlos zurück und verwarf den Gedanken an eine fotografische Karriere wieder. Bis zu dem Zeitpunkt wo ich eben den Blick bei einem Ampelstopp auf die besagte Minolta warf.

Dieses Mal zögerte ich nicht. Am nächsten Morgen wechselte sie in meinen Besitz über, gleich mit einem Kodak 100 Gold Negativfilm und dann sollte es am Wochenende zu einem Motorradtreffen an die Hamburger Sternschanze gehen.

Das Tolle an der 7000 war ja, sie hatte erstens eine P- wie Paniktaste, und man konnte sie automatisch fokussieren. Piep und das Bild war scharf. Ich fotografierte den ganzen Film im P-Modus und gab ihn noch am selben Tag beim Fotohändler meines Vertrauens in Eckernförde ab. Und weil ich nicht lange auf das Ergebnis warten wollte/konnte ließ ich es im 1-Std.-Modus entwickeln. Jo, und was ich dann sah, war schon eine ganz andere Hausnummer als damals mit der Ricoh.

Die Farben so klar, alles schön scharf… ich war Hin und Weg…

2 Jahre später erwarb ich dann die neuesten Modelle dazu. Die Minolta 700si und kurz darauf die 800si. Weil’s sehr praktisch war, wenn man verschiedene Brennweiten nutzte oder verschiedene Filme – die ISO konnte man ja damals noch nicht so einfach wählen wie heute. Und es wurde an Zubehör gekauft, was ging… Wenn ich überlege was ich investiert habe in Lehrgeld – also Geld für Dinge ausgegeben habe, die man definitiv nicht brauchte…

Irgendwann fiel einem Verkäufer im Fotoladen meines Vertrauens in Eckernförde auf, Mensch der macht doch ganz geile Bilder… und so kam die Frage: „Sag mal, hättest du nicht Lust im Fotoclub mitzumachen?“

Ich überlegte einige Zeit und blieb dann 6 Jahre. In der Zeit habe ich eine Menge gelernt, aber noch nicht genug. Und so wechselte ich in den Fotoclub Schleswig. Dieser war und ist im DVF organisiert und war zu dem Zeitpunkt im Jahre 2000 der zweitgrößte Fotoclub Deutschlands. Ich versprach mir davon und das einige Fotogrößen ebenfalls in diesem Club ihr Unwesen trieben, wie Heinz Teufel, Peter Rathmann, Holger Müchow,  einen größeren Mehrgewinn an Wissen.

Wenn man davon absieht, dass der Fotoclub Schleswig bis dahin noch nicht einmal eine eigene Blitzanlage besaß und ich im Fotoclub Eckernförde schon ein paar Jahre über die Grundbegriffe Bescheid wusste – war der Zugewinn der Profi Holger Münchow, Produktfotograf im Bereich Industrie, der in seinen freien Themen die Portrait- und Aktgruppe leitete.

Bis 2002 fotografierte ich analog, also mit Film. Erstens konnte und wollte ich mich nicht für digital entscheiden, weil der Kostenaufwand wirklich immens gewesen wäre und weil vor allem die Qualität nicht an die des Films heran kam.

Doch dann machte mir eine Fotokollegin unmissverständlich klar, dass die Dinosaurier ausgestorben wären und ich mich langsam entscheiden müsste, wollte ich den Anschluss nicht verlieren. Und so entschied ich mich nach langem Hin und Her für die Canon EOS 10D… AArghhh… 1500 Euronen, für eine Kamera die ein Display besaß, welches nicht größer als eine Briefmarke war, eine Auslöseverzögerung die ausreichte um sich eine Zigarette zu drehen und nach dem Anschalten erst einmal überlegte, ob sie wirklich die Arbeit aufnehmen sollte… Ich behielt sie kein Jahr… das war so was von ätzend…

Dann kam die 20D, welche einen enormen Leistungsschub brachte, sie war ratz fatz meine nächste und sollte es 11 Jahre bleiben. In diesen 11 Jahren hatte ich niemals eine Fehlfunktion, wenn man vom allseits beliebten Error 99 absieht. Dieser Error 99 wurde mit Akku raus, Akku rein einfach wieder behoben. Ab und zu ein paar Mucken, wenn mal kein Canon Objektiv am Bajonett war, aber sonst – No Problems…

Was mich dann aber doch zur 5D MKIII wechseln ließ war dieses elendige Rauschproblem bei schon ISO 800 – alles bunt – Knirsch… und die 8 Megapixel die bald nicht mehr für die großen Plakate von Postern aureichten. 🙂  Und der Verschluss zickte nervös herum. Das war 2013. Während der Zeit mit der Minolta zur Canon 5D gab ich Unsummen für fotografische Bildbände aus, vornehmlich im Peoplebereich. Dazu Lehrbücher ohne Ende… bis heute. Nur haben sich die Lehrer ein wenig veändert. Wenn mir damals die Kunst der Technik lieber lag, so bin ich heute eher an der Kunst an sich interessiert.

Fotocommunities… waren damals mein großes Stimmungsbarometer, auch wenn ich in den Fotoclubs sehr erfolgreich war, so war doch die Reaktion im Netz viel wichtiger… WAR. Heute interessiert es mich nicht mehr. Weder die Reaktionen ob positiv oder negativ im Fotoclub noch im Netz… Es ist doch so: Will man Erfolg haben, muss man sich nach den Juroren richten. Was macht man? Man fotografiert wie die das wollen… Jahrelang gemacht, jahrelang Urkunden gesammelt. Für was? Für Nothing!

Von wegen der Medaillenspiegel ist der Spiegel des Erfolgs… Scheiß drauf!

Meine richtige Erfüllung bei diesem Hobby kam erst danach… Ich ließ mich immer seltener im Fotoclub sehen, zeigte immer weniger Bilder und bin seit einigen Jahren zwar noch Mitglied aber kein aktives mehr… Dieses ewige Gelaber um und über die Bilder geht mir mittlerweile so was von auf den Sack… aber da ist es auch egal, wo das stattfindet. Ob in der ewigen Selbstbeweihräucherungskiste bei einigen in der Bloggerszene oder eben in den Fotoclubs… es steht mir bis zum Hals…

Da nehme ich mir doch ganz gern mal ein hübsches Modell zur Hand, mache meine/unsere Bilder und freuen uns über das Ergebnis. So wird über kurz oder lang auch dieser Blog irgendwann sterben… er ist für mich eigentlich nur eine Erinnerungsstütze… 🙂 Ob mir jemand schreibt oder einen der nützlichen Comments hinterlässt wie: Schönes Bild, schöne Farben, schönes Mädchen… ist mir eigentlich völlig egal.

Cheers,

Candy Shop

 

 

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3 Gedanken zu „Über

    • Ja… Katzen… viele Katzen haben schon meinen Lebensweg gekreuzt… bis jetzt hat mich keine ins Unglück gestürzt. Ganz im Gegenteil… Mensch seit ner Ewigkeit wo endlich mal wieder einer mal hier was rein schreibt… ich glaube schon fast die halten mich für bissig… 🙂

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