Und noch einer…

 

Die Kunst des Sehens

 

There is nothing worse than a sharp image of a fuzzy concept“

Ansel Adams

Diesen Satz hat Ansel Adams vor mehr als 50 Jahren geprägt, in einer Zeit, in der Fotografen mit Filmrollen oder Planfilmen unterwegs waren, also jede Aufnahme mit Bedacht vorbereiten mussten.

Heute ist die Fotografie schneller, die Zahl der Bilder exponentiell gewachsen, einzelne Aufnahmen entstehen oft im Dauerfeuermodus.

Mit dem Buch „Die Kunst des Sehens“ gibt Manfred Kriegelstein Anregungen, wie wir uns als Fotografen aus dem >Autopilotenmodus<, aus dem häufig durch Technik und Regeln geprägten Trott unseres fotografischen Tuns befreien und unsere Sinne schärfen für die eigentliche Essenz der Fotografie: Das Sehen.

Das fotografische Sehen geht dabei jedoch über den rein kognitiven, sorry ich musste auch erst nachschlagen was das Wort überhaupt bedeutet 🙂

kognitiv. Das Adjektiv kognitiv bedeutet „das Denken, Verstehen oder Wissen betreffend“.

Vorgang hinaus, es erfordert die Aufmerksamkeit, Geduld und Konzentration des Fotografen, die Besonderheiten, die Unscheinbarkeiten seiner Umgebung zu erfassen, die Lichtsituation zu erkennen, um daraus eine Idee, eine Konzeption für eine Aufnahme zu entwickeln.

Manfred Kriegelstein zeigt mit seinen eigenen Arbeiten, wie konzeptionelle Fotografie mit einem künstlerischen Anspruch gelingen kann. In fünf Kapiteln illustriert er unterschiedliche Wege, die zum gleichen Ziel führen: Bessere Fotografie durch aufmerksames Sehen und planvolles Vorgehen.

Eine Reihe kurzer Essays, >Gedanken zur Fotografie<, geben Denkanstöße und Tipps für Fotografen jeder Coleur.

Ich habe Manfred als einen sehr freundlichen Fotografen kennen lernen dürfen, der sein Wissen gern und vorbehaltlos weiter gegeben hat. Dieses Buch zeigt wieder einmal deutlich das man immer wieder etwas Neues dazu lernen kann…

Manfred Kriegelstein wurde 1951 in Berlin(West) geboren und beschäftigt sich seit 1977 autodidaktisch mit Fotografie. Seit dieser Zeit ist er auch Mitglied im Deutschen verband für Fotografie (DVF). Bei internationalen Fotowettbewerben und Ausstellungen wurden ihm mehr als tausend Auszeichnungen und Preise verliehen. Er gilt damit als erfolgreichster deutscher Teilnehmer seit Bestehen internationaler Fotosalons.

Kriegelstein ist Autor der bei >>edition q Berlin<< erschienenen Fotobände >Ästhetik der Fotografie<, >Farbe im Schwarz – Lanzarote< und >Rückseite einer Stadt – Berlin-Kreuzberg<. Letzterer wurde mit dem Kodak Fotobuchpreis ausgezeichnet.

Kriegelsteins Abhandlungen über Fragen der Fotografie wurden in zahlreichen Publikationen veröffentlicht, seine fotografischen Arbeiten in ca. 100 Einzelausstellungen weltweit gezeigt.

1984 wurde er in die Deutsche Gesellschaft für Photographie (DGPh) berufen.

1987 erhielt er für seine fotografischen Leistungen den Ehrentitel >Maitre Photographe de la FIAP< (MFIAP) der Fédération de l’Art Photographique.

Kriegelstein ist Juror bei nationalen und internationalen Fotowettbewerben und Mitautor des aktuellen Juryhandbuchs des DVF.

Seit über 20 Jahren leitet er Fotoworkshops und Seminare, insbesondere zu Fragen der Bildgestaltung und Bildbewertung sowie moderner Drucktechniken. Seine Leidenschaft gilt seit Jahren der konzeptionellen Fotografie und dem Fine Art Druck. Sein Atelier in Potsdam ist beliebter Treffpunkt gleichgesinnter Fotografen.

 

 

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Mal wieder ein Buchtipp aus dem Candy Shop

Die sieben Todsünden der Fotografie

Kennen Sie das, dieses Feststecken in einer kreativen Sackgasse? Sie sollten eigentlich fotografieren gehen, stattdessen brüten Sie über Fotohardwaretests. Oder sie klicken sich frustriert durch Fotoportale, denn es sind immer die anderen, die die besseren Bilder machen (und mehr Likes kriegen). Hätten Sie sich beim letzten Fototrip mehr auf die Pflichtmotive konzentrieren sollen? Waren Sie sich zu gut für das Offensichtliche, siegessicher, immer auf der Suche nach dem Besonderen? Und verzweifeln Sie jetzt bei der Auswahl unter einer Unzahl von Bildern, weil sie sich beim Fotografieren nicht entscheiden konnten? Oder weil Sie zu wütend über ein verpasstes Motiv waren, um sich auf das nächste zu konzentrieren? Oder weil auch das schönste Motiv noch kein gutes Foto macht?

Wer leidenschaftlich fotografiert, begeht sie früher oder später – eine, mehrere oder alle sieben Todsünden der Fotografie. Und landet geradewegs im Fegefeuer einer kreativen Sackgasse. Dieses Buch hilft Fotografinnen und Fotografen, Denk- und Verhaltensweisen zu reflektieren, zu ändern und so Wege aus kreativen Blockaden zu finden. Ein Buch für alle, die mit Kopf und Herz bessere Bilder machen wollen.

Ohne lange Worte; habe mich natürlich auch dort wiedergefunden. Und bin fast erschrocken darüber. Wird mal wieder Zeit für eine Veränderung.

Eines vorweg: Über Fototechnik schreibe ich nix mehr…

Es gibt im world wide web mehr als genug Experten die alles immer besser wissen…

Da werde ich mich in Zukunft mal bei den Technikverliebten umsehen wenn ich Hilfe brauchen sollte… 🙂

Zum Buch noch mal: Es geht um die Sieben Todsünden,

  1. Ira                       Zorn
  2. Gula                     Völlerei
  3. Invidia                    Neid
  4. Ankedia                   Faulheit
  5. Superbia                  Hochmut
  6. Avaritia                        Geiz
  7. Luxuria                     Wollust

Alles auf die Fotografie übernommen und sehr treffend beschrieben…

Mit der Volna Squeezerlens 2.8/80mm im Looser Wald

Da war ich gestern… 🙂

Dieser Weg…

geht bis da… 😛 dann rechts ab…

…dann sieht man das. Wenn man will… man kann es auch ein wenig separieren. Dann sieht man das:

Schön, nicht 😛 MIR gefiel zumindest das Graue und nichtssagende Licht. Kein Schatten, keine überbelichteten Stellen – alles wunderbar… ein klein wenig weiter kommt man dann hier her:

Ich mag diese Farben… sie ballern einem nicht so den Kopf zu… Ein paar Meter weiter steht dann ganz weit hinten das (im Moment) verlassene Försterhäuschen…

Im Moment haben wir wirklich viel Wasser im Wald… stört mich aber nicht. Ganz im Gegenteil. Gibt noch mehr banale Bilder… 😛

Eigentlich kann ICH gar nicht genug davon bekommen… Ich liebe diese Jahreszeit. Mit all ihren Macken… ja auch das schlechte Wetter. Zurück aus der „Wildnis“ geht es hier entlang:

Buchen, einfach magisch… das Laub noch viel mehr…

Einen kleinen anderen Wald im Wald gibt es auch… Einen „Graswald“… 🙂

Ich wusste genau wie dieses Bild aussehen sollte, noch bevor ich auf den Auslöser drückte. Diese Strukturen, einfach toll… und dann lag da was rum, was ich auch genauso interessant fand. Ein weiterer Spaziergänger, der dort mit seinem Hund herum streifte, mochte wohl auch gedacht haben: Was sieht der denn da?… Kobolde, alles voller Kobolde. Der ganze Wald ist voll davon… man muss sie nur sehen… Nun…dies hier ist aber etwas völlig anderes. Das Bild brachte mich schon beim Betrachten durch den Sucher aus der Fassung… 🙂

Ein paar Meter nach rechts, wieder abseits des Weges dah ich dann das… Hui, ganz schön grausig…aber immer noch so interessant, dass es einen Schuss wert war… oder doch nicht? Wer weiß das schon…

Die letzten Boten des Herbstes… ich mag das… 🙂 Sturmerprobt und echt bodenständig das nächste Bild… Ich stehe übrigens im Jahreslauf öfter vor diesem Baum, als mir lieb ist

🙂 Ja, ich mag Wald… sehr sogar… Und der hier, der steht auf völlig verlorenem Posten:

Echt banal, nicht? Und jetzt kommt’s ganz kitschig…

Das sind so die letzten flammenden roten Farben, die den sonst immer grauer werdenden Wald ein feuerndes Signal setzen – oder den Vögeln. Bald wirds noch karger… Aber jetzt, definitiv die kitschigste Version eines Bildes…

Eine Rose ist eine Rose, ist eine Rose, ist eine Rose, ist eine Rose… blablabla… 😛 Und als ich dann aus dem Wald kam und an einer Garage vorbei ging, fing ich dieses Arrangement ein:

AUSGEFUNKT!!!

Vielleicht hat Euch ja mein kleiner Spaziergang durch den Wald gefallen…

Wenn nicht, auch gut… 😛