Malone’s – Vancouver

Bild

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Gastown – Vancouver at night

Gastown ist praktisch die Keimzelle, oder wir sagen dazu Altstadt, von Vancouver.

Urige Kneipen, Restaurants und natürlich auch die Steamclock prägen das Bild.

https://de.wikipedia.org/wiki/Dampfuhr

Die verwischten Lichter stammen übrigens von einem Fingerabdruck eines kleinen Jungen der das irgendwie in einem Souvenierladen toll fand immer da drauf zu patschen… Ich habe das erst später bemerkt und plietsch wie ich bin gleich als Stilmittel mit drin gelassen 😉

 

Dempster Hwy. Yukon Territory

Mal wieder einen kleinen Sprung in meine „zweite Heimat“. Damals noch analog unterwegs aber mit der gleichen Besessenheit zu diesem faszinierendem Land. Vor kurzem hat im Fernsehen ein Mann das auf den Punkt gebracht was man in einem Satz sagen kann:

Man wird dieses Land nie verstehen, aber man ist von Anfang an total verliebt…

Ja, so erging es mir auch das erste Mal 1995. Rotz und Wasser hab ich geheult, als ich nach drei Wochen wieder nach Hause musste. Ich konnte ja nicht ahnen, dass ich schon zwei Jahre später wieder im Flieger saß um dieses Land zu besuchen… Es ist wie eine Sucht. Und von da an reisten wir alle zwei Jahre dort hin. In diesem Fall also in den Yukon.

Es gibt dort eigentlich nix… und als uns eine Indianerin fragte was wir denn eigentlich hier wollten, weil es eben nix gibt, was Touristen hier finden könnten außer Weite, Riesenflächen von Tundra, Wälder bis zum Horizont… antworte Sabine, die beste Frau von allen: „Jo… genau deswegen sind wir hier…“ und lächelte… „denn genau das haben wir bei uns schon lange nicht mehr. Ach ja, noch etwas gefällt uns hier wahnsinnig gut: Die Ruhe und die absolute Stille. Eine Stille, wo Du das Blut in den Adern rauschen hörst… Stille…“

Nun ja, bis auf die vorbei fahrenden Riesentrucks der Holztransporter und anderen Waren einmal abgesehen. Doch die begegnen einem nicht ständig auf dem Dempster, zumindest nicht im Herbst.

Mitten an diesem 750km langen Schotterband liegt Eagle Plains. Die einzige Versorgungsstation zwischen Dawson City und Inuvik. Und das ist jetzt auch das Sinnbild für diese Aufnahme: Die Steine, oder der Schotter dieses Highways, sind teilweise extrem scharf. Für normale PKW’s würde ich diese Straße nicht empfehlen. Aber es gibt eben nur diese eine Verbindung zur Zivilisation und somit auch immer wieder Reifenpannen. Hat man keinen Ersatzreifen dabei, oder ist der mit gar nicht mal so viel Pech schon zerstört, dann hilft nur eines: Rad ausbauen, an die Straße stellen und warten bis ein Fahrzeug vorbei kommt und den armen Teufel mitnimmt nach Eagle Plains. Dort wird dann der Reifen geflickt, man stellt sich wieder an die Straße oder fragt im Lokal nach einer Mitfahrgelegenheit zurück zum Auto und schraubt ihn wieder an…  Wir haben von Leuten gehört denen das glatt 4 mal auf der Strecke passiert ist.

Urlaub ist nicht nur am Pool liegen mit All inclusive.. 🙂

Von solchen Dingern zehrt man ein Leben lang… Hier kam also der Truck vorbei und der Fahrer war so frei, den armen Teufel mitzunehmen. Ist übrigens ein ungeschriebenes Gesetz, diese Hilfeleistung.

Der Yukon war für mich eine Reise der größten Eindrücke überhaupt. Man kommt sich so unsagbar klein vor inmitten dieser phänomenalen Natur. Überhaupt; Natur… links und rechts des Demster natürlich Tundra, soweit das Auge reicht… aber man sollte nicht auf die Idee kommen, lange Wanderungen darauf unternehmen zu wollen.

Ich glaube, dass ist wohl nur mit den Füßen von den Kariboos zu machen, die perfekt auf  diese Landschaft angepasst sind… wir Menschen würden dort nur sinnlos herumstolpern…

Was noch von Bedeutung ist: der Himmel. Nirgends wo habe ich den so gesehen wie in den Weiten von Kanada oder Amerika… diese Wolken… seufz…

Ich werde irgendwann einmal mehr Bilder von dieser Reise zeigen…