Diggles News 14

Lang ist’s her, aber es gibt mich noch… Ich mache ja so ziemlich alles um diesem Knipser zu entkommen. Doch irgendwie findet der mich immer wieder…

Und dabei ist das so geil unter dem Reflektor…

Nicht einmal genüsslich gähnen kann man, ohne dass der da mit seiner Kamera hockt und nur darauf wartet.

Ich muss reichlich dämlich ausgesehen haben, als ich mich im letzten Moment von ihm habe überraschen lassen…

Hihihi…. Mann Diggles – das nenn ich mal einen intelligenten Gesichtsausdruck… Anm. d. Autors… 🙂

Ich bin immer noch kein Hochzeitsfotograf Die Dritte.

Prolog

November 2016 Stilwerk in Hamburg feiert Jubiläum

Wir, Sabine, Wiebke, Ha-Jü und ich begaben uns an einem regnerischen Tag nach Hamburg, um beim CRD (Kanadischer Reise Dienst) unseren ersten gemeinsamen Urlaub in Kanada zu buchen. Ha-Jü war zu dieser Zeit schon ziemlich angeschlagen durch die Chemo gegen den Krebs. Er war aber Guter Dinge das noch in den Griff zu bekommen.

So Guter Dinge das er die gereichten Häppchen und andere Kleinigkeiten reichlich annahm.

Während der Reisebuchung fielen Sabine und mir Erinnerungen ein, die wir in 8 Kanadareisen erlebt hatten und immer wieder zum Besten gaben. So entstand eine fröhliche Runde in einer sehr entspannten Stimmung…

Und wir waren alle sicher – es würde ein wundervoller Urlaub werden… im September des Jahres 2017.

Wir wollen Euch etwas verkünden“, so Lisa vor einiger Zeit,“ Felix und ich werden heiraten.“

Einer meiner hellsten Sterne wollte also den Bund fürs Leben schließen… Mein erster Gedanke galt: hat sie sich das wirklich gut überlegt? Nun, genug Zeit zum Üben hatten die Beiden ja. Mehr als 10 Jahre… Lisa und Felix, ihr erster Freund, Partner, und jetzt Ehemann…

Einige Monate später…

Mit der Gesundheit von Ha-Jü ging es immer weiter bergab. Und dennoch: er kämpfte bis zuletzt, gab die Hoffnung auf Heilung nicht auf.

Doch dann hörte sein Herz auf zu schlagen.

Er starb nicht allein… Seine engsten Vertrauten waren bei ihm, als er ging…

Und er hinterließ in dem Moment eine riesige Lücke. Zunächst konnte ich das noch gar nicht begreifen, erst während der Beerdigung wurde mir bewusst, was uns da genommen wurde.

Aber zuvor war ja noch Lisas Hochzeit. Das war alles andere als leicht. Der Vater der Braut verstirbt und drei Tage später sollte die Hochzeit stattfinden. Dennoch: ein Verschieben des Termins kam nicht in Frage. Und so fanden sich die engsten Vertrauten und Freunde von Lisa und Felix am Samstag im Standesamt ein.

Das Fotografieren wurde mir diesmal von Knutschi abgenommen. Do you remember?

https://schnuckyathome.wordpress.com/2015/08/11/ich-bin-kein-hochzeitsfotograf-die-zweite/

Auf der Fahrt zum Standesamt regnete es Bindfäden, während der Trauzeremonie weiterhin, doch zum Ende dessen wurde es immer weniger mit dem Regen…

Ich wäre nicht der, wenn ich nicht auch meine Kamera mitgenommen hätte und so entstanden noch einige Bilder die Knutschi gar nicht wahrgenommen hatte. So wie das Bild der üblichen Verdächtigten. Wie so oft in früherer Zeit. 🙂

Auch Lisa und ihre Schwester Jana mal wieder zusammen…

Lisa hatte keine „klassische“ Feier in einem Gasthof im Kopf, das musste etwas anderes sein. So wurden mehrere Zelte auf dem Grund von Lisas Großvater aufgestellt, drei große Grills ebenfalls. So sorgte eine Mannschaft hinter einem improvisierten Tresen für die Getränke und die andere für die Besänftigung des Hungers. Salate und Torten wurden von den Gästen gestiftet. Jo, so konnte man es auch machen.

Wie das allerdings für einige in Arbeit ausartete konnte niemand ahnen. Allein Sabine hatte sich einfach zu viel aufgebürdet. Kartoffelsalat machen, Nachspeise wuppen, Hochzeitstorte backen – Ha! Das allein wäre schon ein Kapitel für sich. Und hätte ich da nicht ein Machtwort gesprochen wäre es zu dieser überhaupt nicht gekommen.

Pft!

Was ist mit Sekt beim Standesamt? Wer kümmert sich darum?“

Weil das nicht so richtig klar war zog ich auf ihr Ansinnen los und orderte 18 Flaschen Sekt. Hihi… natürlich war das längst geklärt… und die Sektarmada steht jetzt bei uns im Keller… 18x Neujahr feiern – auch nicht schlecht.

Nach der Zeremonie im Standesamt sollte ich dann die „offiziellen“ Fotos machen. Irgendwie war mir das völlig entfallen. Hmmmm…

Doch ich hatte meine Kamera ja noch am Mann und so legte ich los nachdem sich Lisa Gummistiefel (!) angezogen hatte…

Es nieselte noch leicht…

Lisa wünschte sich Bilder im Wald, genau gegenüber. Diesen Wunsch erfüllte ich ihr. Auch hier tropfte es hin und wieder noch von den Bäumen – es war schwül und Bremsen verdarben einem die Konzentration. Ich gab diesmal keinerlei Hilfestellung von mir, keine bewusste Anleitung zum Posieren. Die Beiden sollten völlig frei etwas eigenes gestalten. Und so kam es auch…

Wenn wir bei der Allee sind, dann möchte ich viiiiiiieeel Natur um uns herum…“

Tja, ganz ohne Dreck gings halt nicht.

aber auf der Feier sah man davon überhaupt nix mehr …

Noch ’n paar kleine Eycatcher

Jana und ihr Freund Simon, den ich auch schon in mein Herz geschlossen habe. Was der alles geleistet hat in der schweren Zeit, Hut ab… dafür hat er meine Hochachtung…

Und … es wird noch etwas mehr von ihm zu sehen geben… die räumliche Entfernung zwingt mich erst einmal dazu, dass es später sein wird…

Leo und Gunnar – ein seltenes Bild zusammen…

Und dann: Friede über allem…

Abschied…

auch von einem unserer Besten …

Wir werden ihn nie vergessen…

…Zu allem Überfluss verstarb ein paar Tage nach der Hochzeit der Großvater von Felix…

Was für eine Woche…

 

SUPER NATURAL BRITISH COLUMBIA DER SIEBZEHNTE TAG

23.09.2015 Burnaby Cariboo RV Park Vancouver

10.00 Uhr     … lange geschlafen…

Sabine ist nach dem kanadischen Frühstück (echt lecker) gerade dabei unsere Habseligkeiten wieder in die Koffer zu verstauen. N büschen ist neu hinzu gekommen, einiges ist verschwunden.. Naja… wie das nun mal so ist.

Der Himmel ist bedeckt aber es ist nicht kalt. Unser BCRV Park ist mal wieder leerer geworden, aber bis zum Abend wird er sich wieder füllen, denn es scheint jeden Tag irgendwo eine Abreise zu geben und dieser Platz ist nun mal das Beste was man an den letzten Tagen oder Stunden mieten kann bis zur Abgabe des Wohnmobils. Einige Langzeitcamper reinigen ihre WoMOs oder machen sie schon winterfest. Andere machen sich auf den Weg in wärmere Gefilde… und so langsam werde ich auch wieder schwermütig, und das obwohl es Canada diesmal nicht ganz so gut mit mir meinte. Aber im Nachhinein war ich ja auch selbst schuld. Oder daran dass ich eben doch keine 30 oder 40 mehr bin.

Damals hat mir der Umstand mit den viel zu engen Duschen auf den Campgrounds überhaupt nix ausgemacht, heute stößt mir das übel auf.

Gestern wollte ich mit Didi, meinem Bruder telefonieren – über mein Uralt Handy. Verbindung riss aber ab. Heute morgen klingelt das Ding und Didi war dran – über Festnetz. Klar und deutlich.

Das Telefonieren von hier nach dort ist hier ist nach wie vor Sch…

Oder ich kapiere nix..

Was heute noch anliegt? Keine Ahnung! Vielleicht mal wieder in eine Shopping Mall?

We will see…

Gegen 14. – 14.30 Uhr

… laufen wir wieder los zur Sky-Train Station Universität. Heute wollen wir tatsächlich eine Shopping Mall besuchen: Metrotown mit 400 Geschäften. Hehe… die kleinere Schwester von „The BAYS“…

Zum runde Füße laufen hat es gereicht und so sind wir nach einigen Stunden auch schon wieder abgezittert. Es ist eben nicht unsere Welt. Mal n büschen rum gucken, was Kleines kaufen und dann gleich wieder weg.

Zu fotografieren gab es sicher Einiges – ich hab es dann aber doch gelassen. Zu tief sind die Deutschen Urheberrechte in mir verankert.

Diesmal klappte es auch mit der Rückfahrt mit dem Sky- Train (!) Umsteigen und so.

Vancouver trägt nicht umsonst den Zweitnamen Hongcouver. Ich hatte manchmal das Gefühl, jeder Zweite ist hier ein Chinese.

Was mir bei den Chinesinnen auffiel – nix!

Zwei von 200 sind so was von super hübsch das es einem die Sprache verschlägt. Overknees scheinen bei denen dieses Jahr voll im Trend zu liegen 🙂 leider auch bei denen, die mal wieder keinen Spiegel ihr eigen nennen.

Das Gleiche gilt für eine Sorte Hosen, die irgendetwas zwischen Radler und Gymnastikhose darstellt. Ich habe sie regelrecht hassen gelernt. Diese Dinger kann definitiv nicht JEDE tragen. Wie oft ich meinen Blick abgewendet habe um nicht K…. zu müssen ist nicht überliefert.

Skytrain; Metrotown ausgestiegen, stieg vor mir ein Pärchen aus – das Mädchen ließ keine andere Möglichkeit zu, den Blick SOFORT auf ihr super kurzes Röckchen zu werfen. Einen Fingerbreit endete der Saum unter ihrem Po… Nein, ich glaube so etwas gab es nicht mal in Kalifornien 🙂

Leider war sie viel zu schnell verschwunden auf ihren wunderschönen langen Beinen…

In Metrotown selbst begegnete mir ein Mädchen in einem roten Minikleidchen dessen Beine meine Aufmerksamkeit erhöhten: Diese waren nämlich wunderschön tätowiert im oberen Teil.

Joa, Modelle hätte ich genug gefunden an diesem Tag. Chinesinnen bis zum Abwinken. Vielleicht werde ich es ein anderes Mal versuchen, die scheinen hier gar nicht so abgeneigt zu sein..

Was fiel noch auf: Handywahn überall. Es gibt hier anscheinend keinen der keines hat oder zumindest ununterbrochen in den Händen hält. Egal wo. Im Supermarkt, der Shopping Mall, auf den Bahnsteigen, im Sky Train – egal wo. Es wird in einer Tour nur gewischt, geschoben, getickert was das Zeug hält. Junge Eltern sind besonders auffällig: Den Kinderwagen vor sich herschiebend, meist gar nicht sehend wohin sie das Ding schieben, wischen, schieben, tickern – ohne sich auch nur einmal um das Kind zu kümmern… schöne heile Welt.

Im Apple Store Vancouver war die Hölle los! Ich glaube es war der einzige Store von den 900 wo die Hölle los war. Es gab keines von den zig i-pads, i-phones die nicht belegt waren. An ein Rankommen war überhaupt nicht zu denken. Naja, wenn man sich diesen überteuerten Mist schon nicht leisten kann, dann wenigstens umsonst im Laden damit herum spielen. 😛

Schnell weg von diesem Ort

Sabine zog es zu Disneyworld und anschließend in einen Seifenladen, wo sie dann auch einige verschiedene Düfte erstehen konnte. Das nächste Ziel war ein Postkartenladen, wo sie ein paar Weihnachtskarten kaufte. So etwas gibt es nicht in Deutschland… so viel Kitsch… 🙂

Ich beobachtete derweilen was so ein Stockwerk unter mir ablief. Wat für ein Gewusel… ein Menschenstrom der einfach nie abriss. Busy Busy Busy – kam diese Stadt überhaupt irgendwann mal zur Ruhe?

Ja…doch. Ab und an hatte ich das Gefühl. Nachts um 3.00 Uhr ungefähr… aber ich könnte mich auch täuschen….wenn der letzte Güterzug mit seinen über 100 Anhängern am Campground vorbei gerumpelt ist…

Im Moment ist hier ein reges Treiben auf dem Campground in Gange. Morgen scheinen viele abzugeben. Letzte Vorbereitungen werden noch erledigt, wie Koffer packen und so. Wir werden nachher – nach dem Essen – die Duschen aufsuchen. Spät abends ist es einfach ruhiger.

Bis 10.30. Uhr ist morgen Abgabeschluss… 😦 Und dann haben wir Zeit bis 21.00 Uhr (!) bis unser Flug nach London abgeht. Auf jeden Fall muss ich noch unsere Flugtickets bei Fraserway ausdrucken – nicht vergessen!

Stay tuned…

Konfirmation in Sieseby…

… und andere Kleinigkeiten…

Ich hatte mal wieder den Umstand eine Konfirmation fotografieren zu dürfen… nicht meine Baustelle. Genauso wenig wie Hochzeiten. Aber ich habe nun einmal zugesagt und dann stehe ich auch dazu.

Ich war viiiiel zu früh am Ort des Geschehens – wie immer – aber so ergaben sich einige interessante andere Eindrücke.

Ich saß da so auf einer anwesenden kleinen grünen Bank und betrachtete das Geschehen um mich herum. Da war ein ca. 7-jähriger Junge der nur Faxen im Kopf hatte und nachdem es seiner Mutter zu viel wurde, er am Ohr ziehend nach Hause geschleppt wurde… Ich muss sehr komisch geguckt haben, denn als ich noch zu mir selbst sagte: Hä? So wat gibt dat noch? schaute mich ein weiterer anwesender Herr mit seinem Sohn etwas merkwürdig an…

Ich wartete also weiter…

Kurze Zeit später erschien der gebuchte Fotograf nebst Blitzanlage im Miniformat und einer Riesenkameratasche… Hmmmm…

Noch einmal zwanzig Minuten später wurden die Konfirmanden mit Pastorin voraus zum Shooting in die Sakristei gebeten. Und die Kirche spuckte alle Verwandten und Bekannten aus… irgendwann wurde ich dann auch von meinem Bekannten entdeckt und durfte dann vor dem Altar die obligatorischen Bilder schießen. Nachdem der bestellte Fotograf mit seinen fertig war, selbstredend…

Anschließend schlug ich noch vor, am Fähranleger in Sieseby noch ein paar Bilder zu schießen.

Blöd…

Diese Idee hatten gefühlte Hundert andere auch..

Da half dann wieder nur warten…

Einige Gesprächsfetzen nahm ich auf: Nein Mädchen nicht hier… Gegenlicht kann ich nicht…

„He… Gegenlicht ist das schönste Licht was Dir hier und jetzt passieren kann…“

„Wenn man es kann… “

„Ja, sagte ich lächelnd,“ wenn man es kann… “

Also erst mal wieder warten bis dort alle durch waren, und dann hab ich meine Gegenlichtbilder geschossen… Warum? Weil ich’s kann… 🙂 Lach…

Doch was ich eigentlich zeigen will sind zwei Bilder die am Rande entstanden sind. Zunächst ein Aufgang zur nächsten Etage…

Ich weiß diesmal wirklich nicht, warum ich das Bild gemacht habe… es faszinierte mich einfach, so wie ich es sah.. Und dann noch eines am Fähranleger…

Auch das ist mir noch nie so aufgefallen… Da werde ich wohl auch noch öfters hingucken müssen… Aber ich sagte es ja schon des öfteren, Sieseby ist immer wieder für eine Überraschung gut…

 

Diggles News 13

Einen kätzischen Gruß an alle Katzenfreunde… Meow…

img_1332Boah, bin ich nach den Freigängen der letzten Woche immer müde… muss am Wetter liegen. Nun schlaf ich schon ein, während ich mich putze. Schnucky kann das gar nicht begreifen, dass ich in so einer Position sogar schlafen kann… Ich bin halt ne Katze… 🙂 Irgendwie finde ich das ganz schön doof, dass es jetzt früher dunkel wird. Meine Menschen wollen mich dann einfach nicht länger als bis zum Sonnenuntergang draußen lassen. Und das nur weil ich ein wenig behindert bin…

Ich lach mich jedes mal kaputt, wenn die versuchen mich einzufangen. Die mit ihren minderwertigen Augen… hähä. wenn die schon lange nix mehr sehen können, dreh ich erst richtig auf… ich weiß ganz genau wo die laufen…

Wenn nur diese blöde Schachtel mit den unglaublichen Leckerlis nicht wäre. Sobald Sabine damit rumschüttelt kann ich einfach nicht anders. Ich muss da hin. Ja, auch wenn es dann wieder mein Gefängnis bedeutet… Die sind ja so was von lecker… 🙂

Und so schlimm ist das ja auch nicht… gehe ich einfach zu Schnucky auf den Schreibtisch… Schnurr da ein wenig rum. Ihm scheint das gar nix auszumachen, dass ich bei dem Rumgeschmuse gefühlte Millionen Haare verliere… Es gibt praktisch keine Stelle, wo die nicht rum liegen. Hihi…

Aus meiner Sicht gibt es wohl keinen lieberen Meschen als ihn…

Und wohl keine liebere Katze als Dich… mein Sonnenschein… Ich weiß – spielt eigentlich keine Rolle mehr, aber… das ist ISO 5000… Anmerk. des Autors…

Nach 8 Std. …

Es war nach einem meiner ganz langen Shootings outdoor. Über sieben Stunden waren wir draußen. Und dann noch Kraft für eine Stunde im Studio.

Von mir braucht man ja nicht zu reden – für mich war das ja alles klar.

Wirklich?

Nein, ich war erschossen, aber wir wollten einen Abschluss setzen, der hier noch gar nicht veröffentlicht wurde. Es begann mit Gianna und Janne an der Schlei…

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