Ich bin immer noch kein Hochzeitsfotograf Die Dritte.

Prolog

November 2016 Stilwerk in Hamburg feiert Jubiläum

Wir, Sabine, Wiebke, Ha-Jü und ich begaben uns an einem regnerischen Tag nach Hamburg, um beim CRD (Kanadischer Reise Dienst) unseren ersten gemeinsamen Urlaub in Kanada zu buchen. Ha-Jü war zu dieser Zeit schon ziemlich angeschlagen durch die Chemo gegen den Krebs. Er war aber Guter Dinge das noch in den Griff zu bekommen.

So Guter Dinge das er die gereichten Häppchen und andere Kleinigkeiten reichlich annahm.

Während der Reisebuchung fielen Sabine und mir Erinnerungen ein, die wir in 8 Kanadareisen erlebt hatten und immer wieder zum Besten gaben. So entstand eine fröhliche Runde in einer sehr entspannten Stimmung…

Und wir waren alle sicher – es würde ein wundervoller Urlaub werden… im September des Jahres 2017.

Wir wollen Euch etwas verkünden“, so Lisa vor einiger Zeit,“ Felix und ich werden heiraten.“

Einer meiner hellsten Sterne wollte also den Bund fürs Leben schließen… Mein erster Gedanke galt: hat sie sich das wirklich gut überlegt? Nun, genug Zeit zum Üben hatten die Beiden ja. Mehr als 10 Jahre… Lisa und Felix, ihr erster Freund, Partner, und jetzt Ehemann…

Einige Monate später…

Mit der Gesundheit von Ha-Jü ging es immer weiter bergab. Und dennoch: er kämpfte bis zuletzt, gab die Hoffnung auf Heilung nicht auf.

Doch dann hörte sein Herz auf zu schlagen.

Er starb nicht allein… Seine engsten Vertrauten waren bei ihm, als er ging…

Und er hinterließ in dem Moment eine riesige Lücke. Zunächst konnte ich das noch gar nicht begreifen, erst während der Beerdigung wurde mir bewusst, was uns da genommen wurde.

Aber zuvor war ja noch Lisas Hochzeit. Das war alles andere als leicht. Der Vater der Braut verstirbt und drei Tage später sollte die Hochzeit stattfinden. Dennoch: ein Verschieben des Termins kam nicht in Frage. Und so fanden sich die engsten Vertrauten und Freunde von Lisa und Felix am Samstag im Standesamt ein.

Das Fotografieren wurde mir diesmal von Knutschi abgenommen. Do you remember?

https://schnuckyathome.wordpress.com/2015/08/11/ich-bin-kein-hochzeitsfotograf-die-zweite/

Auf der Fahrt zum Standesamt regnete es Bindfäden, während der Trauzeremonie weiterhin, doch zum Ende dessen wurde es immer weniger mit dem Regen…

Ich wäre nicht der, wenn ich nicht auch meine Kamera mitgenommen hätte und so entstanden noch einige Bilder die Knutschi gar nicht wahrgenommen hatte. So wie das Bild der üblichen Verdächtigten. Wie so oft in früherer Zeit. 🙂

Auch Lisa und ihre Schwester Jana mal wieder zusammen…

Lisa hatte keine „klassische“ Feier in einem Gasthof im Kopf, das musste etwas anderes sein. So wurden mehrere Zelte auf dem Grund von Lisas Großvater aufgestellt, drei große Grills ebenfalls. So sorgte eine Mannschaft hinter einem improvisierten Tresen für die Getränke und die andere für die Besänftigung des Hungers. Salate und Torten wurden von den Gästen gestiftet. Jo, so konnte man es auch machen.

Wie das allerdings für einige in Arbeit ausartete konnte niemand ahnen. Allein Sabine hatte sich einfach zu viel aufgebürdet. Kartoffelsalat machen, Nachspeise wuppen, Hochzeitstorte backen – Ha! Das allein wäre schon ein Kapitel für sich. Und hätte ich da nicht ein Machtwort gesprochen wäre es zu dieser überhaupt nicht gekommen.

Pft!

Was ist mit Sekt beim Standesamt? Wer kümmert sich darum?“

Weil das nicht so richtig klar war zog ich auf ihr Ansinnen los und orderte 18 Flaschen Sekt. Hihi… natürlich war das längst geklärt… und die Sektarmada steht jetzt bei uns im Keller… 18x Neujahr feiern – auch nicht schlecht.

Nach der Zeremonie im Standesamt sollte ich dann die „offiziellen“ Fotos machen. Irgendwie war mir das völlig entfallen. Hmmmm…

Doch ich hatte meine Kamera ja noch am Mann und so legte ich los nachdem sich Lisa Gummistiefel (!) angezogen hatte…

Es nieselte noch leicht…

Lisa wünschte sich Bilder im Wald, genau gegenüber. Diesen Wunsch erfüllte ich ihr. Auch hier tropfte es hin und wieder noch von den Bäumen – es war schwül und Bremsen verdarben einem die Konzentration. Ich gab diesmal keinerlei Hilfestellung von mir, keine bewusste Anleitung zum Posieren. Die Beiden sollten völlig frei etwas eigenes gestalten. Und so kam es auch…

Wenn wir bei der Allee sind, dann möchte ich viiiiiiieeel Natur um uns herum…“

Tja, ganz ohne Dreck gings halt nicht.

aber auf der Feier sah man davon überhaupt nix mehr …

Noch ’n paar kleine Eycatcher

Jana und ihr Freund Simon, den ich auch schon in mein Herz geschlossen habe. Was der alles geleistet hat in der schweren Zeit, Hut ab… dafür hat er meine Hochachtung…

Und … es wird noch etwas mehr von ihm zu sehen geben… die räumliche Entfernung zwingt mich erst einmal dazu, dass es später sein wird…

Leo und Gunnar – ein seltenes Bild zusammen…

Und dann: Friede über allem…

Abschied…

auch von einem unserer Besten …

Wir werden ihn nie vergessen…

…Zu allem Überfluss verstarb ein paar Tage nach der Hochzeit der Großvater von Felix…

Was für eine Woche…

 

Kairi die Dritte – Zwei oder White Longhair Kairi

🙂 Zu meinem letzen Posting: Gewöhnungsbedürftig, unterbelichtet, ich sehe nicht, was Du da siehst…Freundschaftsbänder zu dominant, ablenkend… von was, wenn man nicht das sieht, was der Fotograf gesehen hat. Versteht jemand Lindbergh außerhalb der Kritiker? Oder Araki? Wann ist ein Bild Schrott? Wenn ich es sage oder wer… Es kamen viele Fragen, auch viele gleiche Fragen von vielen meiner Nichtblogger Freunden…  Ja… auch die von wegen den schwarzen BH Trägern… Ob ich nicht mehr konsequent genug bin…

Sagen wir es mal so: Kairi und ich kennen uns jetzt noch nicht einmal ein halbes Jahr. In dieser Zeit ist jetzt erst das dritte Shooting entstanden. Kairi stand noch nie vor einer Kamera. Aber das habe ich ja schon alles erklärt. Kurz und knapp: Auch sie wird irgendwann selbst sehen das schwarze Balken auf den Schultern Scheiße aussehen… das es einfach nicht passt, wenn man einen auf sexy macht, aber irgendwie doch nicht das Gewollte erreicht. Sie wird es noch alles heraus finden…

Ich genieße gerade etwas, was man ein Deja Vu nennt… Ich hatte es schon einmal, diese wunderbare Zeit mit einem Mädchen, wenn man ganz langsam zusammen findet und die Bilder von mal zu mal besser werden… auch mal Rückschläge erleidet. Aber immer alles gemeinsam. Und jeder der das auch schon mal erlebt hat, wird das verstehen…

🙂 Kann auch sein, dass ich all meine Grundsätze über den Haufen gefegt habe, weil mich dieses Mädchen einfach nur fasziniert und vieles über den Akt der Fotografie hinaus geht. Und ich genau das fotografiere… nur sehen es alle anderen nicht…

IHRE Reaktionen auf die Bilder sprechen jedenfalls eine sehr deutliche Sprache…

Und ich werde einen Teufel tun… ups, und irgendetwas daran ändern…

So – an dem obigen Bild kann man schon erkennen, dass ich etwas geändert habe. Der BH ist nun trägerlos, wir werden in dieser Hinsicht auch anders aktiv werden, nur Geduld… Das Licht ist anders arrangiert worden. Es sind immer noch zwei Normalreflektoren diesmal einer bestückt mit einer 20° Wabe, der andere mit einer 40° Wabe. (Es ist verdammt heiß geworden in der Bude…) Dieses Lichtarrangement hat mich während der Bearbeitung noch am meisten fasziniert. So habe ich noch nie belichtet… Alles wirkt sehr lebendig und kommt den Ausführungen Kairis sehr entgegen. Haha… ja klar… sehe ICH so…

Abgesehen davon war Kairi in diesem Outfit ein wirklich reizender Anblick…

Genau Kairi… 🙂

Und weiter geht’s…

I love it… Und erst recht diese Treter… 🙂

Wie es mit uns weiter geht steht in der Glaskugel, oder in den Sternen oder in was weiß ich… auf jeden Fall haben wir Spaß und nix anderes ist mir im Moment wichtiger…

Stay tuned…

Kairi die Dritte 1.1 goes Squeezerlens die Erste

Merkwürdiger Titel?

Was ist schon normal?… 🙂 Oder Normal gibt’s schon… Bisher habe ich die Squeezerlens nur bei Bildern mit viel Licht eingesetzt gesehen. Sie soll da wohl dem verträumten Look noch eines drauf setzen 🙂 Macht sie ja auch. Doch was passiert beim Gegenteil? Beim Einsatz von sehr wenig Licht… Zunächst einmal war das Ganze sehr ungewöhnlich. Bei den ersten Bildern wollte sich bei mir überhaupt kein Gefallen einsetzen… Doch dann kam es…

Irgendwie hatte ich das Gefühl, diese Bilder strahlen eine unheimliche Ruhe aus, Also unheimlich im Sinne von eben nicht gerade ein gutes Gefühl habend. Ich fand das ungeheuer spannend was da in mir passierte… und es sollte noch weiter gehen… Doch zunächst die ersten Versuche… vielleicht geht Euch das ja genauso…

Abgesehen davon sind die Farben von ganz anderer Natur… Wie dem auch sei: Stay tuned… 🙂

Kairi die Dritte – Eins…

Gedacht habe ich diesmal an Low Key – aber eben nicht so direkt. Wenig Licht… Ich wollte eigentlich noch etwas erkennen können von meinem Modell…

Insgeheim war es an diesem Tag doch sehr schwer. Ich habe die Normalreflektoren mit einer Wabe und mit der ND-Folie, die ich freundlicherweise von Frank überlassen bekommen habe, abgedeckt um auf eine kleinere Blendenzahl zu kommen. Das Pilotlicht war so was von dunkel, dass ich mit den richtigen Ausschnitten arge Probleme bekam…

Erst bei der heutigen Bildbearbeitung kam ich ja dahinter, dass ich das Licht ruhig hätte weiter öffnen können, die Pupillen waren ja von Kunstlinsen bedeckt. Da war nix mit Mangaaugen… Tz…

Letztendlich probieren wir immer noch an den späteren finalen Versionen. Ich experimentiere mit Licht… und Kairi kämpft mit den Posen… 🙂 Aber alles gut – wir haben ja jede Menge Spaß dabei. Und wenn dann nach der Bea solche Ergebnisse heraus kommen, ist auch jeder Frust oder Ärger um die „richtigen“ Ergebnisse schnell verflogen…

Im zweiten Teil geht es dann um den Einsatz der Squeezerlens. Zum ersten mal in einer ganzen Portraitserie. Zu Anfang tat ich mich regelrecht schwer. Was zeige ich denn nun? Der Schärfespalt ist doch genau genommen sehr schmal. Sollen es die Augen sein, alles andere in Unschärfe verschwinden? Ist das nicht ein wenig zu viel?…

Wie dem auch sei, die erste Squeezerserie Portrait ist im Kasten – stay tuned…

Hier aber zunächst die Low Key Bilder, fotografiert mit den 1.4/50mm von Sigma, wie ALLE bisherigen Bilder von Kairi auch.

„Schrei mal!“… 🙂 Haha… „Gib ALLES!!!“… Haha… „Ich kann nicht schreien…“, mal ehrlich, habt ihr schon mal ne Frau gesehen, die nicht schreien kann????? Dennoch: Passt… Wenn auch eher nur ein leiser Seufzer da raus gekommen ist… Alles kein Problem, sie wird noch schreien… hehe…

Auch dieses Bild eines von vielen, die irgendwann ins Finale gebracht werden. Wie es dann allerdings wirklich aussieht – das wissen wir heute noch nicht… Erst mal sammeln… Oder wie Kairi es ausdrückte: Erst mal haben… 🙂 Und weiter ging es…

Diesmal spielte auch ein Schwert eine Rolle… aber da muss ich mir echt noch n paar Gedanken machen… über bildstarke Haltungen oder Einsätze… da kenne ich mich selbst noch nicht so aus…

Kurz mal dem Schatten zuwinken, man weiß ja nie wann man einen braucht…. 🙂

Und immer wieder drifte ich auf meine alte Schiene Beauty ab…

Was ich allerdings auch nicht schlimm finde… Beauty Gothic… gibt’s so was schon? Wenn nicht, hab ich wohl eine Marktlücke entdeckt. Naja, zumindest eine ganz kleine.

So, und dann versuchte ich mit dem Bleichen noch mal eine gruseligere Version herbei zu zaubern. Und das könnte es durchaus auch sein… 🙂 Ich werde es zumindest im Hinterkopf behalten…

Bis bald zur Premiere von Kairi goes Squeezerlens… Stay tuned

 

 

Coming soon: White Longhair Kairi

Kairi die Dritte…

Wir haben uns darauf geeinigt; ein Shooting pro Monat. Einerseits ist die Zeit für mich bis zum vereinbahrten Termin schon fast unerträglich lang… andererseits haben wir dann genügend Zeit uns auf die Art der Bilder vorzubereiten.

Diesmal sollte vor allen Dingen die Squeezerlens zum Einsatz kommen. Das Pech wollte es aber, dass meine Volna https://schnuckyathome.wordpress.com/mein-werkzeuch/#jp-carousel-11295 kurz vor dem Shootingtermin am Mittwoch regelrecht auseinanderfiel… (!) Fragt mich nicht warum, beim Scharfstellen drehte sich der komplette Tubus aus dem Gehäuse und ich bekam das Ding auch nicht wieder voll funktionierend wieder zusammen.

Was tun? Wo kriege ich jetzt in aller Eile Ersatz her? Samstag sollte das Shooting schon sein. Meine Finger tippten fast automatisch die Nummer von Frank Baeseler, dem Erfinder dieses Objektivs ins Telefon.

Kurze Zeit später saß ich wie öfters schon mit ihm an seinem Küchentisch und das Ding wurde zerlegt… Schien irreparabel zu sein der Schaden… doch schon einen Tag später hielt ich ein neues Volna in der Hand… das nenne ich Service…

Doch zum Einsatz kam es dennoch nicht… Denn das Squeezer Flektogon https://schnuckyathome.wordpress.com/mein-werkzeuch/#jp-carousel-11296 stahl dem Volna doch glatt die Schau.. 🙂

Zurück zum Shooting:

Kairi geht die Politik der kleinen Schritte. Anders ja, aber immer in kleinen Portionen. Ich wusste auch diesmal nicht was mich erwartete, bis auf die Tatsache, dass ich einen kurzen Schreck bekam, als sie die Tür öffnete. Diese Augen kannte ich noch nicht…

Im Studio angekommen kurzer Small Talk und los gings… Etwas schleppend zu Anfang… wir brauchen wohl noch eine längere Zeit zum Warmlaufen… Auch wenn ihr eigene Posingeinfälle noch nicht so richtig einfallen, setzt sie die angebotetenen unverzüglich um. Daraus entstehen dann schon eigene Kompositionen…

Um ganz ehrlich zu sein: Ich liebe diese Zeit… Und wir haben tatsächlich unseren Spaß dabei… guckst Du hier…

Kairi goes Squeezerlens… und sie liebt es…

Ganz langsam aber stetig wird aus Schnucky und Kairi ein richtiges Team…

Stay tuned…