Have a Break – Take a Canadian Breakfast… Chapter 02

11.09.2017 Cultus Lake Provincial Park 19.00 Uhr Nachtrag von morgens

Wie befürchtet war an Schlaf nicht zu denken. Irgendwann um 3.00 Uhr morgens bin ich aufgewacht und habe erst mal eine Kuschelrunde mit Bine eingelegt.

Später haben wir dann Lisa und Felix kontaktiert und sind in der hoteleigenen Grill-Bar erst einmal ordentlich frühstücken gegangen. Natürlich original kanadisch! Wie fast alle anderen auch. 🙂

Kurz danach hat uns Sabine bei Fraserway angemeldet. Klappte nach zwei Versuchen auch ganz gut. Die geneigte Leserschaft weiß – Wir und telefonieren in Kanada – zwei Welten treffen aufeinander!

Aber das kennen wir ja nun auch nicht anders…

Wir bekamen die Zusage zur Abholung zu um 9.15 Uhr. Also warteten wir zusammen mit noch ein paar anderen Fraserwy Kunden auf den Hol- und Bringedienst. Ehrlich gesagt waren mir das schon wieder viel zu viel Leute… das Gepäckvolumen würde den Raum wieder mal völlig übersteigen. Hmm.

In der Zwischenzeit hatte es ein Senior, bei uns sagt man Rentner, nicht nötig sich an die Verkehrsregeln zu halten – er fuhr falsch herum in die Einbahnstraße. 🙂 Dazu muss man sagen: ICH bin noch nie in Vancouver gefahren. Genau eben dieser Einbahnstraßen. Es gibt gefühlte Millionen davon.

Doch was mich immer wieder fasziniert sind die Reaktionen der anderen Verkehrsteilnehmer; NIEMAND hupt, NIEMAND schreit blöd rum… die ihm plötzlich entgegenkommenden Fahrzeuge bleiben sofort stehen – imerhin war der Verkehr dort zweispurig, so dass der nachfolgende Verkehr schon mal gar nicht weiter vorwärts konnte. Ein Busfahrer sprang behende aus seinem Fahrzeug, sprintete zu dem Falschfahrer und brachte ihn wieder auf die Spur zurück. Mir fiel nix anderes ein als Beifall zu klatschen… toll… und Vancouver ist NICHT Eckernförde…

Mittlerweile war unser Shuttlebus angekommen und der Fahrer verlas die Namen, die von ihm befördert werdenden Personen. Das war neu. Stellte aber sicher, dass diesmal der gepäckraum im Bus nicht bersten würde. Die nicht angemeldeten dazu gemogelten mussten somit leider auf den nächsten Bus warten.

He – ist so etwas nicht laut und deutlich vor der Reise besprochen worden? Bei Ankunft am nächsten Tag beim Wohnmobilanbieter anmelden… Immer das Gleiche!

Während der fahrt erzählte uns der Fahrer einiges über Kanada, auch das die Lebensmittelpreise enorm angezogen hatten. Hmm… Wir setzten jetzt den günstigen Euro Kurs gegen die hohen Preise und kamen auch ganz gut weg damit.

Nach einer kurzen Fahrzeit erreichten wir Fraserway, stellten wie immer unsere Koffer vor die von uns gemieteten Fahrzeuge und machten im Büro das Vertragliche klar. Anschließend gab es eine technische Einweisung für Lisa und Felix. Einige Sachen waren aber auch für uns neu. Es gab diesmal viel elektronischen Schnickschnack.

Aber auch ein großes Auto: Natürlich ein V8 mit 6,7l Hubraum – oder soll man das mal in einer Zahl auf der Zunge zergehen lassen: 6700ccm… 440 PS. Sollte mal wieder reichen. 🙂

Nach dieser Prozedur und dem Demage Check räumten wir unsere restlichen Klamotten ein – doch es sollte noch ein wenig dauern bis wir endlich los kamen.

Ersteinmal nach Gegenüber zu Mc Doof, etwas essen 😦 Dann noch mal auf’s Klo… Aber dann…

Das Nummernschild hatte sogar die Initialen der Namen von Lisa… konnte also gar nichts schief gehen… so dachten wir…

Zunächst beschlossen wir den erforderlichen Reiseproviant einzukaufen. Denn ohne sah das immer ein wenig schlecht aus am nächsten Morgen. Sicher – der nächste Coffee Shop ist nie weit weg… aber trotzdem…

Erst über die Brücke rüber, dann wieder unten durch …

Wir versorgten uns in einer Shopping Mall in Chilliwack. Ich weiß nicht wie lange wir uns dort aufgehalten haben – Zwei Stunden – oder doch drei? Auf jeden Fall mussten wir unsere Lebensmittel noch verstauen und anschließend gab es wohl auch noch einen French Vanilla… Doch das Gesamtergebnis diesmal mit French Vanilla war sehr sehr mager… ich glaube in drei Wochen nur drei Portionen. Das ist sehr sehr wenig… 😦

Es gab natürlich auch ein Malheur mit der Koordination der beiden Fahrzeuge. Wir verfuhren uns mal wieder – trotz Navi! OK, wir kamen aber trotzdem irgendwie wieder zusammen. Nur die Wartezeit von uns auf Felix und Lisa war genauso doof wie die Wartezeit von ihnen auf uns… Zumal sie alles richtig gemacht und wir die falsche Abfahrt gewählt hatten. Ja, Navi lesen und hören will gelernt sein.

Vor uns der Mnt. Baker, schon auf der amerikanischen Seite der Grenze.

Zusammen setzten wir unseren Weg zum gewählten Cultus Lake Campground fort. Wir fanden auch einen Pärchenplatz, also für zwei Fahrzeuge. Wir standen kaum, da kam auch schon ein Parkaufseher und kassierte die „Miete“. 35 Can Dollar für einen Platz… Zusammen 70… Ich bin da gar nicht drüber gestolpert… denn – nirgendwo anders mussten wir so viel für zwei Fahrzeuge bezahlen… Menno!

Zusammen machten wir uns dann noch etwas zu Essen und hüpften alsbald in die Betten. Entweder schlauchte das alles ziemlich, oder ich werde tatsächlich alt…

Wie man sieht, sehr angenehme Temperaturen…

Stay tuned…

 

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Mit der Flekto-Squeezerlens in Fort Langley Teil 1

Ein wenig Geschichte

Fort Langley scheint für Europäer unscheinbar, ist jedoch für British Columbia ein bedeutsamer Ort. Denn hier wurde die Kolonie British Columbia ausgerufen, und man  findet auch das älteste Haus des ganzen Staates von 1839 in dieser  Stadt. Das Fort wurde wieder aufgebaut und enthält nun ein Museum zum Entdecken, auch für Kinder sehr schön gemacht. Gelebte Geschichte mit Erlebnis der Geschichte Westkanadas.

LEIDER sind wir nicht mehr dazu gekommen, uns in dem Nachbau des Fort umzusehen. Schande über uns… doch Fort Langley ist auch als Stadt ein wundervoller Ort sich um Jahre zurück versetzt zu fühlen. Selten haben wir es so genossen, den Flair alter Zeiten in uns hinein zu saugen.

Also wie prädestiniert für die Squeezerlens. Als wenn das alles noch nicht genug gewesen wäre, Silver Efex machte aus den Bildern das Tüpfelchen auf dem I…

Auf dieser Reise wurde mir der Slogan bewusster denn je… Nicht nur bei dem was sich dieses Jahr in Canada mit uns selbst ereignete, sondern überhaupt… Und ganz besonders für diesen Blog… der ganzen Bloggerei überhaupt… Meine ganze Meinung dazu hat sich geändert…  Mehr in Richtung: Reden ist Silber, Schweigen ist Gold… Eine kleine Ausnahme… 🙂 Man möge sie mir verzeihen… Aber für einen „Zebrastreifen“ schon etwas unüblich…  Stay tuned…


Mit der Flekto-Squeezerlens in Vancouver Teil 2

Langsam wird es Abend… 🙂

Impressionen vom Yachthafen Nähe Stanley Park. Einfach zu schön… Ich lasse diese Aufnahmen auch in Farbe, denn die blaugrünen Glasscheiben der Wolkenkratzer… aber seht selbst.

Und wieder zurück in die Downtown und dem Canada Place… Auch die bunten Lichter taten ihr Übriges… Übersichtsbilder aus dem Drehkarussel oben vom Harbour Center oder auch „THE LOOKOUT“ gelangen dagegen nicht so gut. Wahrscheinlich ist das auch den relativ schmutzigen Scheiben und den Lichtreflexen im HG geschuldet…

Und dann stand er plötzlich vor mir: Charlie Chaplin…. Bevor ich eigentlich wusste, wer er war, hatte er sich schon in Position gestellt… Das Fotografieren von Menschen in Canada ist auch von anderen Personen sehr sehr einfach…  Deutschland macht es einem mit vielem immer schwerer…

Man mag sich doch fast an Tarentinos Film erinnert fühlen… Grusel…  The Libary from Vancouver… Einfach ein verflucht tolles Gebäude. Es wurde in Anlehnung an das Collosseum in Rom gebaut… Man hat mich da einen halben Tag lang nicht mehr raus bekommen… 🙂

Allein die Foto – Bildbände… SENSATIONELL…

Mit der Flekto-Squeezerlens am Okanagan Lake

Das Okanagan Tal ist der Frucht und Gemüsekorb Canadas. Hier gedeihen nicht nur die tollsten Äpfel, die ich je gegessen habe – der Ambrosia, sondern auch Pfirsiche, Nektarinen und man soll es nicht glauben: sogar Weintrauben. Die Winzereien haben sich seit unserem ersten Besuch 1995 mindestens verdoppelt…

Von wegen Canada ist nur Sturm und Eis… 🙂

Der Okanagan Lake ist ein langer, schmaler Binnensee, rund 135 km lang und 4-5 km breit. Mit einer Oberfläche von 351 km² schlängelt er sich im südlichen Teil von British Columbia durch das Okanagan-Becken und geht rund 55 km vor der Grenze zum US-Bundesstaat Washington in den Fluß über der den gleichen Namen trägt.

Und in diesem See soll, wie auch im Loch Ness in Schottland, ein Monster namens Ogopogo leben. Gesehen haben es schon viele, doch Beweise wurden bisher nicht erbracht.

https://de.wikipedia.org/wiki/Ogopogo

Nun, ich wollte nicht auf die Suche nach einem Wesen, was wohl doch nicht exestierte gehen, sondern habe mir die Flekto-Squeezerlens geschnappt und bin dann mal los…

Alle Bilder sind in der Nähe unseres Campgrounds aufgenommen worden – was mich jetzt natürlich wieder mehr Gedanken an unsere nächste Reise aufkommen lässt. Denn auch landschaftlich ist dieses Gebiet – 1995 noch von mir verschmäht, weil keine Berge… – doch tatsächlich interessant für mich geworden. Und das liegt nicht nur am Ambrosia. 🙂 Aber seht selbst.

Unermüdlich sammelten zwei kleine Mädchen die Pinienzapfen, die in großer Zahl umherlagen und bauten sich diese Kette bis zum Ufer hinunter. Stück für Stück voreinander setzend… Während ich mich mit den Einstellungen für dieses Bild beschäftigte, fiel mir diese Flasche auf… Wer kommt nur auf solche Gedanken und warum? 🙂

Mit der Flekto-Squeezerlens in Vancouver Teil 1

🙂 Seit ich die Bilder von Steffen Böttcher zu seinem Bildband „NEW YORK“ gesehen habe, wollte ich diese Bildstimmung auch generieren. Vancouver sollte es sein…

Vor zwei Jahren ist es mir nicht gelungen – Die Squeezerlens war noch nicht fertig.

Doch jetzt… war es so weit.

Es gibt einige gravierende Unterschiede zum „Original“… 🙂

Ich fotografierte in der von mir favorisierenden Schieflage diese Stadt… Nicht immer, aber immer öfter. Diagonale Linien finde ich stark, und wenn die Häuser dabei kippen ist mir das völlig Latz… MIR gefällt der starke Eindruck…

Ich habe zwar in Farbe fotografiert, doch präsentieren wollte ich die Bilder von Anfang an in Schwarzweiß. Auch nicht wie das original von NEW YORK in eher verwaschenen Tönen – sondern ganz genau im Gegenteil. Für New York mag es passen, dieses diffuse Licht, die geringen Kontraste…

Nicht so für Vancouver. Diese Stadt ist jung, stark und sehr dynamisch. Ich entschied mich daher für eine fast schon glasklare Wiedergabe der Bildanmutung.

Wie dem auch sei, natürlich wird és wieder Betrachter geben, die das völlig anders sehen mögen… aber es geht ja um meine Sichtweise…

Und die ist nun mal ein wenig anders…

Wie war das noch? Im Krieg und in der Fotografie ist alles erlaubt?… 🙂

So, nu aber erst zum ersten Teil der Bilder. Viel Spaß beim Betrachten…

 

 

 

 

Have a Break – Take a Canadian Breakfast… Chapter 01

SUPER NATURAL BRITISH COLUMBIA – Der erste Tag

Epilog die Zweite:

„Schatz, hast Du die Reiseführer von „Lonely Planet“ irgendwo gesehen?“ hörte ich mich am frühen Morgen rufen… da sind doch die ganzen Geheimtipps drin…“

„Alles schon im Koffer!“

„Auch das kleine Heftchen, wo der Weg zu den Six Plains of the Glacier ganz genau beschrieben ist?“

Die beste Freundin lächelte mich nur an und schüttelte den Kopf…

„Auch das…“

Ich hatte mir vorgenommen, die spektakulärsten Bilder zu schießen, die je von da oben gemacht worden sind…

He, träumen darf man doch wohl, oder? So langsam wurde es auch Zeit. Mein Bruder hatte sich bereit erklärt uns zum Flughafen nach Hamburg zu bringen und der würde bald eintrudeln.

Gestern hatten wir noch das Problem mit Diggles. Sabine hatte die Öffnungszeiten für das Katzenhotel irgendwie durcheinander gebracht und so standen wir am frühen Samstag Nachmittag vor verschlossener Tür… Nicht nur, dass Diggles das so richtig stresst, das Autofahren – die sah aus als hätte sie Tollwut… 🙂 nein, sie brachte auch Laute aus sich hervor, die glaube ich, noch nie ein Mensch gehört hat…

Sabine war verständlicherweise wütend auf sich selbst. Sah irgendwie keine Möglichkeit, dieses Problem jetzt kurzfristig zu lösen.

Doch Hilfe kam von Lisa – die völlig pragmatisch erklärte: „Dann muss Jana sie eben Montag hinfahren…“ Für sie war das klar wie Kloßbrühe…

Sabine gab sich mit der Lösung zufrieden und erklärte Jana dann auch noch am Samstag Abend was, wie und womit…

Didi, mein Bruder wuchtete gerade die Koffer ins Auto, wir verabschiedeten uns schnell und ab ging die Reise.

Lisa und Felix fuhren mit dem Kilius, einem Flughafenzubringer, schon einige Stunden vorher los, weil sie mit der American Airlines Richtung Heathrow flogen und so leider mehrere Stunden auf unsere Maschine nach Vancouver warten mussten.

Das war ein Problem wegen der Stornierung unserer ehemaligen Buchung…

Und es gab noch weitere Probleme… Als ich online meine Boardingpässe bestätigen wollte, war das aus unerfindlichen Gründen nicht möglich… Ich war innerhalb der 24 Stunden VOR Start… hatte meine Reisepass Nummern angegeben, die Namen… soweit alles gut. Ich glaube ich habe das zehn mal versucht und dann entnervt aufgegeben…

„Leck mich!“

Sollen die doch zur Hölle fahren mit ihrer Sch…. technik…

In Hamburg am Terminal angekommen standen Schlaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaangen am Check In Schalter… Ich wollte schon wieder nach Hause fahren…da fiel Sabine auf: Die wollten alle nach Island… Tz…

Am Check In Schalter der BA war so gut wie nix los… Gott sei Dank…

Ja, und nach der Kofferaufgabe: Sabine hat irgendwie ein geiles Gespür für Koffergewichte; die wogen 22 oder 21,5kg, 25 durften sie… erklärte Sabine das Problem mit dem Online Check in…

„Wir haben das versucht, doch das klappte überhaupt nicht…“

Die Dame hinter dem Schalter lächelte freundlich: „Wissen wir – funktioniert tatsächlich nicht, aber machen Sie sich keine Sorgen, ich stelle ihnen hier die Karten aus…“

DAS sollten die auch ruhig wieder einführen… hat auch funktioniert… Sch… Digital!

Dieser Sorge beraubt gingen wir völlig entspannt zum Gate…

Der Flug von Hamburg nach Heathrow dauerte knapp 1,5 Stunden. Wir hatten in Hamburg von Lisa einen Anruf bekommen, dass die Maschine nach Vancouver überbucht ist. Und wir vielleicht Schwierigkeiten bekommen könnten mit den Sitzplätzen…

Hm… Wirklich bei World Traveller plus? Nein, das glaubte ich nicht…

Dank der von Felix installierten Whats App, hatten wir auch gleich heraus gefunden wo sich Lisa und Felix aufhielten. Terminal 3 und dort im Cafe Romeo. Aaaha… Wie kommt man zum Terminal 3? Heathrow ist eine Stadt… da fährt man mit Bussen zu den Terminals oder mit der Schnellbahn… Heathrow ist einfach nur ein Moloch…

Was mir auffiel war der viele Müll der überall herum lag… Auf den Tischen standen kleine Handbags aus Papier die voller Abfall dieses Cafe’s war.

Lisa erklärte dann auch, dass Gäste NIE irgendetwas wegräumen. Dafür waren Putzen zuständig.

So, jetzt erst einmal ne Tasse Kaffee… das war nicht die schlechteste Idee.

Doch zuvor lösten wir noch das Problem für unseren Anschlussflug nach Vancouver.

Alles easy kein Problem. Aber das wir nun plötzlich HINTEREINANDER saßen war jetzt echt doof. Doch eigentlich auch wieder nicht. Denn wäre es nicht so gekommen, hätte ich nicht die Bekanntschaft einer Mitreisenden gemacht, die Deutsch UND Englisch sprach. So hatten wir Beide etwas davon… ich lernte Englisch und sie Deutsch.

Bevor wir allerdings abflogen fotografierte ich unseren Flieger. Mit der Squeezerlens! Viel viel später in Vancouver kam mir der Gedanke: Hätte ich doch den ganzen Urlaub mit dem Ding fotografiert… Es sind nämlich wundervolle Pics damit entstanden… Aber dazu später mehr.

Im Flugraum dann die Offenbarung von 400 Euronen mehr: Das war einfach nur himmlisch. So viel Platz. Aber es kam noch besser: Da wir über dem „Fußvolk“ saßen, Sorry about that, saßen wir auch weit über den Tragflächen des Jumbo. So „leise“ sind wir noch nie geflogen.

Aber Steak essen ist auch mit etwas mehr Platz immer noch ein Problem. 😦 Zur Begrüßung gab es diesmal keinen Sekt sondern Wein und das aus GLÄSERN… Nobel…

Zum Flug selbst: Während andere Filme nacheinander konsumierten, hatte ich wieder nur ein Bild auf dem Monitor vor mir: Das Flugzeug und wo wir uns befanden. Ich zählte die geflogenen Kilometer rückwärts und das konnte man auf vielfältige Weise tun… früher gab es ja immer nur eine Einstellung dafür… Ansonsten habe ich zum allerersten Mal in einem Flugzeug schlafen können… Doch nur Kilometer zählen und schlafen reichen für so einen langen Flug nicht aus… Und da kam dann meine Sitznachbarin ins Spiel. Wir unterhielten uns sehr angeregt über unsere Vorlieben von Kanada… Sie war auch überrascht was ich schon alles gesehen und erlebt hatte. Und damit das alles nicht zu langweilig wurde, unterhielten wir uns mal in deutsch und mal wieder in englisch. So kamen oftmals lustige Verbindungen zustande die uns immer wieder auflachen ließen…

Sabine fragte mich später, was ich da für einen Film gesehen hatte…

So richtig entspannt bin zumindest ich noch nie in Vancouver angekommen.

„Bye Schnucky – war schön mit Dir… hörte ich noch von hinten rufen… als sich unsere Wege trennten… ich winkte auch brav zurück.

Imigration Officers gab es nicht mehr… stattdessen standen da so komische Apparate rum…

Kein Plan… aber ich weiß: Kanadier sind freundlich, die helfen Dir immer… Und so ging ich auf einen der Typen zu, die da einen Taktstock in der Hand hielten…

„Please, can you help me? I have a problem with your Passknipser…“

Der kam dann auch angedackelt, entfaltete seinen Taktstock wie eine Antenne von einem Kofferradio der 70er und begann einen Arbeitsschritt nach dem nächsten abzuarbeiten…

Ich musste mich dermaßen zusammenreißen nicht lauthals loszulachen…

„Take your passport!“

Klack!

„Scan it!“

Klack!

„Go to the next Step!“

Klack!

„Make a picture!“

Klack!

Da stand dann Sabine vor so einer Wand aus der es blitzte… Pech war… ich stand hinter ihr.

Der blöde Computer fand mich wohl schöner… der hatte mich geknipst…

„Go to the exit to the emigration officer.“

Klack!

Und das Gleiche machte er mit mir auch noch mal…

BRÜLL…..

Da hatten wir nun einen Ausdruck für zwei Personen zwar mit unterschiedlichen Daten aber zwei gleichen Bildern…

Jetzt war ich gespannt: Was passierte denn nun…

Der Officer guckte zunächst völlig merkwürdig, weil das Bild aussah wie einer von einem anderen Stern… Augen wie glühende Leuchtdioden…

Dann nahm er einen roten Filzstift guckte dann Sabine an, anschließend mich und malte ein großes OK auf Sabines, bzw ja eigentlich mein Bild…und schüttelte den Kopf…

Wir durften einreisen…

WOZU war jetzt die ganze Scheiße mit dem eta Antrag nötig fragte ich mich unwillkürlich… Und was viel wichtiger war: WIESO gibt es KEINE Visastempel mehr in den Reisepass… Das war doch das Schönste überhaupt… Na – wenigstens habe ich noch einen alten – voll mit Stempeln…

Lisa löste dann anschließend auch noch die Frage: Wie kommen wir jetzt ins Hotel?

Ganz einfach! Über die Straße gehen, der Verkehr würde immer noch von Personen mit Trillerpfeife und Handzeichen geregelt, und warten bis der Shuttleservice einen abholt. Das ist und war nix Neues. Ich dachte nur: das wäre schon längst eingestellt…

Eine kurze Verhedderung der Sprache gab dann noch mal die Frage auf, ob es denn auch das richtige Hotel ist… nach einer langen Fahrt durchs nächtliche Vancouver… der Fahrer nuschelte aber auch dermaßen und das noch so schnell…

Nachdem wir uns eingecheckt hatten, brachten wir unsere Koffer nach oben und trafen uns in einer halben Stunde wieder in der Lobby. Jo – und dann ab zu Tim Horton… auf einen großen Cup French Vanilla, Timbits und Donuts.

In diesen Hotels hätte ich nicht übel Lust gehabt mal so’n richtiges Shooting mit zwei hübschen Chinesinnen zu haben…  Jetzt waren Sabine und ich zu Hause…

Wir hielten uns aber nicht lange dort auf. Denn irgendwie rief auch das Bett…

Gute Nacht Vancouver, wo immer sie sind.

FLEKTOGON SQUEEZERLENS und der 18. Gottorfer Landmarkt

🙂 Schon wieder ein Jahr rum… und schon wieder präsentierte sich dieser Bio – Landmarkt von seiner schönsten (Wetter)seite. Diesmal jedoch mit einer frischen Brise Wind, die im letzten Jahr einfach gefehlt hat und uns durch die stauende Hitze ziemlich zugesetzt hatte.

Diesmal rundum wettertechnisch voll gut. Mit von der Partie waren Bekannte von uns, die noch nie auf diesem Markt waren. Es ging auch gleich mit einer Frage an einem Stand von Bioland los: Welche Getreide – und Körnersorten haben welche Blüten…

Ich kann mich noch sehr gut an unsere „Heimatkundestunden“ in der Grundschule erinnern. Mich hat das immer mehr interessiert als diese furztrockene Mathematik. Und auch meiner Frau schien dieses Thema zu gefallen. Sie ordnete alle Sorten richtig zu… Ein klein wenig kam sie bei den Senfsamen ins Straucheln… weil die Blüten des Rapses ebenfalls gelb sind und nur eine gelbe Blütenpflanze zur Auswahl stand. Durch das Ausschlussverfahren, weil eben keine Rapssamen vorhanden waren, fiel dann aber die Lösung wieder leicht.

Wer von den heutigen Abiturienten würde das wohl auch so leicht hin bekommen?… Nach der letzten Folge von „Schlag den Star“ mit den beiden Lenas (!) bin ich wirklich stark ins Grübeln gekommen, was die überhaupt lernen…

Tja… und dann war da noch: Versuch Dein Glück beim Melken… auch da war meine Frau noch sehr gut mit drin… Jo – und dann die Kiddies…

🙂 Schien nicht so leicht zu sein, wie es aussah… beim Vormachen…

… Er war stets bemüht…

So, ich hatte mich von vornherein für Aufnahmen mit der Flekto-Squeezerlens entschieden und diese Entscheidung war auch goldrichtig für den nächsten Stand…

Wat is a nen Dampfmaschin…

Ich habe mich nach Herzenslust ausgetobt… Herrlich…

So viele wertige Arbeiten mit einer Liebe zum Detail… Wunderschön…

Etwas zum Nachdenken gab es auch…

Wenn auch alles richtig ist… was angeprangert wird… Deutschland allein wird die Welt nicht retten…

Nur mal so:

Und zum ersten mal bekam ich auch so was ähnliches wie Linsensuppe mit der Flektogon hin… 🙂

Smartphoniker … Wie soll man reagieren, wenn man sieht, dass jemand sein Smartphone auf so ein Motiv richtet und sagt: BITTE LÄCHELN… Diese Welt ist nicht mehr meine…

Dann haben wir noch einen kurzen Abstecher mit einer der Adligen, die noch mit dem Schloss verbandelt sind in die geheiligten Hallen unternommen. Ist ja nicht so, dass ich schon unzählige Male in diesem Gebäude war… Räusper…

Natürlich gibt es noch viel mehr dort zu bewundern… Kräuter, Ziegen, Galloway-Bratwurst, Bratwurst vom Angeliter Sattelschwein… Der Schinken  von denen ist auch nicht zu verachten… Mülltrennung ja – aber richtig, dann noch viele Gewerke wie Tischler, Töpfer, und und und… auch für die Kleinen ist ein reichhaltiges Programm vorhanden… wenn man bedenkt, dass das alles nur für einen Tag hochgezogen wird – Hut ab!

Und nach einem anstrengenden Tag mit vielen Eindrücken gönnt man sich dann auch mal ein oder zwei feine Bio- Hopfenkaltschalen… 🙂