The early Years

Wie alles begann…

Es begann im Jahr 2000. Ich hatte gerade den Fotoclub von Eckernförde nach Schleswig gewechselt und meine ersten Erfahrungen in Sachen Akt mit Stefanie hinter mich gebracht. Zwischendurch gab es immer mal wieder einige Shoots, die mich zwar in der Studiotechnik weiter brachten, aber das was ich mit einer inneren Unruhe suchte nicht befriedigte.

Dann lernte ich Jana A. kennen. Es war nicht unbedingt Liebe auf den ersten Blick, aber sie war anders. Sie war zum damaligen Zeitpunkt 18 Jahre jung und wollte das erste Mal Bilder von sich haben, die eben anders waren, als das was man sonst so in dem Alter fotografiert. Meine Erfahrungen waren wie gesagt auch noch nicht das Gelbe vom Ei, Jana auch ein wenig aufgeregt. Doch das sollte sich erstaunlicherweise sehr schnell legen.

Wir fanden schnell in unsere Rollen hinein und es wurden ein paar sehr harmonische Stunden.

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Doch schon nach dem zweiten Shooting sah alles anders aus. Sie war mit den Bildern nicht zufrieden, schimpfte mich einen unfähigen Anfänger und machte meine 1.90m ratzekahl klein… Alles andere als harmonisch…

Dennoch trennten sich unsere Wege ab dort nicht. Bei jeder anderen hätte ich sie der Tür verwiesen nach so einem Ausbruch. Doch sie war für mich zu diesem Zeitpunkt interessant geworden. Gerade WEIL sie so emotional reagierte. Ich ärgere mich heute noch darüber, dass ich das nicht fotografiert habe. Einmalige Bilder.. nun ja.

Einige Wochen später eröffnete sie mir nach einem Shoot eine Neuigkeit: Sie hatte da eine Freundin, schon seit dem Kindergarten, mit der wollte sie zusammen ein paar Aktaufnahmen machen wollen. Ich willigte ein. Wenn ich schon keine Erfahrung mit EINER habe, wie sollte es dann mit ZWEIEN werden? Oha…

Sie hieß Katrin und kam, wie Jana auch, aus Magdeburg. Was für eine Entfernung, nur für ein paar Bilder. Katrin war zu diesem Zeitpunkt 19 Jahre jung und haute mich um. Nicht nur, dass sie eine permanente gute Laune ausstrahlte, immer jut drupp war, wie sie mir versicherte, nein, ihre Ausstrahlung nahm mich sofort gefangen. Etwas, was eben bei Jana nicht sofort passiert ist. Das machte mich irgendwie unruhig.

Ihr Lachen, ihre Unbekümmerte Naivität, konnte man fast sagen, kollidierten mit einer Willenskraft alles zu schaffen, was man anpackte. Was sich noch alles von dem bestätigte lernte ich viel später noch kennen. Sie spulte an dem Tag alles mit einer Selbstverständlichkeit ab, als würde sie jeden Tag nackt vor der Kamera stehen, es war absolut ein Traum. Alle Beide machten es mir sehr leicht, meine Unsicherheit zu vergessen.

_MG_085 _MG_086 _MG_089Ich war so fasziniert von Katrin, dass ich sie um eine Wiederholung allein bat. Und sie sagte zu. Nicht nur das sie zusagte, sie hielt auch ihr Versprechen. Ganz aus Magdeburg – ungefähr 700 Kilometer zu mir…  Unsere Zusammenarbeit hielt über 7 Jahre. Was analog begann wurde digital in noch größerer Ausweitung der Bildermassen 🙂 weiter geführt. Ich konnte einfach nicht genug von ihr bekommen…

_MG_093_MG_092_MG_090 _MG_084_MG_087_MG_088 Workshops waren immer wieder ein Thema im Fotoclub. Und immer fehlten die Modelle. Besondersd bei Akt. So griffen wir oft auf die Möglichkeiten von unserem Leiter der „Aktgruppe“,  Holger Münchow zurück. Er hatte eigentlich immer irgendwelche Praktikantinnen in seinem Laden, die sich dafür bereit erklärten gegen einen Obolus und einigen Bildern Modell zu stehen. Ich bot Katrin und Jana diese Geglegenheit auch an und sie stimmten zu. So trafen wir uns alle, Holger, Jana, Katrin und ich im damaligen Wohnforum in Windeby zu einer „Mal gucken wie das geht Session“. Ich hatte so meine liebe Not mit dem Gegenlicht innerhalb des Gebäudes, und erst als ich einen Scanner hatte und die Ergebnisse in Photoshop lud, bekam ich einigermaßen das hin, was ich mir eigentlich auch vorgestellt hatte. Der Workshop, der darauf folgen sollte, hatte schon eine andere Qualität, als einfach mal mit ein paar Mädels loszuziehen um ein paar schöne Bilder zu knipsen. Wir wollten nichts dem Zufall überlassen. So fotografierten wir erst in den Innenräumen, dann auch draußen im etwas größerem „Garten“…

_MG_083Das geniale war, wir konnten sämtliche Einrichtungsgegenstände in unsere Ideen mit einbauen. So kam es auch vor, dass Katrin und Jana aus dem Designerbett gar nicht wieder raus wollten… 🙂

_MG_066_MG_072 _MG_073Und darauf folgte dann die Geschichte mit dem „Akt im Park“:

_MG_078 _MG_082Doch lange hielt es uns nicht draußen. Teils wegen der Hitze, aber hauptsächlich wegen des unvorteilhaften Lichts um die Mittagszeit. So etwas wie Sun Swatter und Diffusoren hatten wir damals, so weit ich weiß, noch gar nicht dabei. Also wieder rein und innen die Einrichtung unsicher gemacht.

_MG_063 _MG_064 _MG_065 _MG_071 _MG_074 _MG_076Letztendlich enstand daraus der Workshop, der später mit Manfred Kriegelstein und Monika Fieguth verwirklicht wurde. Dennoch ist dieses hier immer noch der Beginn einer langen Zeit mit analogen Bildern, die mal frustrierten, aber auch sehr oft glücklich machten. Eine Zeit des Übens und Lernens. Langsame Schritte waren besser als gar keine. Und oftmals stellte ich die ganze Darstellung des unbekleideten Körpers in Frage. Wie man z.B. mit 15 Fotografen und dauerklickenden Kameras über 2 Mädchen herfallen kann ist mir bis heute schleierhaft und hat mir keinen guten Beigeschmack zum Thema hinterlassen.

Weiterführende Bilder gibt es hier…

https://schnuckyathome.wordpress.com/2014/03/01/mit-holger-katrin-und-jana-in-windeby/

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Natürlich gab es nicht nur Akt, aber überwiegend 🙂  in meiner Anfangszeit der Fotografie und vor allem der Motivfindung. Doch ich hatte mich schon längst entschieden, was ich in Zukunft machen würde.

 

Carlshütte Büdelsdorf

http://www.kunstwerk-carlshuette.de/nordart.html

Weit nach meinem Ausflug mit Holger Münchow und zwei weiteren Modellen.

Die Carlshütte in Büdelsdorf, Nähe Rendsburg ist eine ehemalige Industrieanlage, die heute für besondere Ausstellungen genutzt wird, modern würde man sagen für Events. Das Firmenmanagement ist sehr engagiert. Das gesamte Projekt trägt den Namen KIC, Kunst in der Carlshütte, einzigartig in Norddeutschland.

Ja, und so begann alles: Holger nahm zum Management Kontakt auf und vereinbarte einen Termin wo und wann wir diesen einmaligen Workshop abhalten konnten. Das Ganze sollte unter Akt in der Carlshütte laufen. Es war nicht sehr warm, aber unsere beiden Modelle hielten sich tapfer.

Es waren schon sämtliche Installationen der Künstler aufgebaut und Holger kam auf die glorreiche Idee diese gleich für unsere Einfälle mit einzubinden. Und ehrlich gesagt, etwas Besseres konnte uns auch gar nicht passieren.

Unsere Gruppe bestand nur aus wenigen Teilnehmern. Das machte auch das Zusammenarbeiten mit den Mädchen sehr viel angenehmer.

Wir nutzten tatsächlich jede der Exponate aus um eine Idee umzusetzen. Meistens hatte jedoch Holger eine Eingebung und wir machten sie dann nur noch nach. Ja, so war das damals. Auf eigene Ideen kamen wir sehr selten…

Das beruht aber auch auf der Tatsache, dass wir als Hobbyknipser neben dem eigentlichen beruf, sei es Zahnarzt, Rechtsanwalt oder Galvaniseur nie die Möglichkeit hatten es zu lernen. Ein Profi weiß was er macht, wie er wann welches Licht nutzt oder als Blitz setzt.

Sehr schwer hatte ich es mit dem Ausdruck. Da hatten wir nun eine so tolle Location, die Mädchen taten was der Meister sagte – und ich wusste nicht wie ich den Ausdruck zur Gegebenheit hin bekommen sollte.

Wir schlugen uns alle mehr schlecht als recht und ich sagte zu mir selbst: Daran musst Du noch gewaltig arbeiten… Und genau das tat ich dann in der Folgezeit…

Bei diesem Workshop kamen schon die ersten in Mitgliederhand befindlichen Digitalkameras zum Einsatz. Für mich finanziell völlig unerreichbar und auch immer noch nicht erwünscht. Wenn ich es auch sehr schön fand, dass man sein Bild gleich nach der Aufnahme schon mal einer kurzen visuellen Kontrolle unterziehen konnte.

Nein! Ich blieb bei der Minolta und den Filmen… aber so ganz langsam bekam mein Putz leichte Risse in der Wand…

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Eine, die vor allen anderen kam und die meine Aktfoto Karriere erst anstieß, war Stephanie. Sie war überhaupt das erste Mädchen das ich in Akt porträtierte. Zumindest für eine sehr lange Zeit. Wir lernten uns bei einer Ausstellung der „Künstler“ in unserem Dorf kennen. Ich hängte unter anderem auch die ersten Portraitversuche und unter anderem auch einen Akt, der noch im Fotoclub Eckernförde entstand. Sie wünschte sich auch solche Art der Bilder, ich hatte dabei kein gutes Gefühl.

Ich hatte keine Möglichkeit irgendetwas studiotechnisches zu machen und den Clubraum und die Blitzanlage wollte ich nicht nutzen, weil meine Fähigkeiten bis dato nicht sehr berauschend waren. Was also tun?

Wir verabredeten uns zu einem Termin bei mir und ich baute mir eine Szenerie in meinem jetzigen Studio zurecht. Wie diletantisch alles wirkte und wie das ganze Shooting dann ablief war mehr als peinlich… aus heutiger Sicht.

Ich war unsicher, Stephanie hatte ihre Schwester mitgebracht, mehr als Visa und zum Händchenhalten, denn als Anstandswauwau… Wir kriegten schwer die Kurve, ich hatte so gut wie keine Erfahrung wie man das machte; Modelle motivieren… mit ihnen sprechen.

DAS kam erst, als ich Holger im Fotoclub Schleswig kennen lernte. Außerdem fehlte mir die Selbstsicherheit, die Beherrschung der Technik… Mir war heiß… nicht wegen des Anblicks von Stephanie, nein – das war pure Angst… Angst dieses Shooting und eventuelle weitere zu vermasseln.

Doch wie sich nach der Entwicklung der Bilder heraus stellte war das völlig unbegründet. Nicht unbedingt das Gelbe vom Ei, aber Stephanie gefielen die Bilder und wir verabredeten uns zu einem weiteren Shooting… Es sollten dann sechs Jahre werden, in dem sie mir und auch anderen Mitgliedern des Fotoclubs Schleswig Modell stand. Bis zu dem Tag, der das Ende ihrer „Laufbahn“ ankündigte.

Das Shooting mit Kriegelstein und Fieguth. Und ich muss im Nachhinein sagen, wäre ich an ihrer Stelle gewesen hätte ich mich wohl auch so verhalten… Wir blieben noch einige Jahre im e-mail Kontakt… was sie heute macht, wo und wie sie lebt weiß ich nicht – würde es aber gern wissen wollen…

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Unsere Lieblingslocation. Entweder Schlei oder Ostsee… Hauptsache Wasser…

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Und meine ersten Versuche mit Doppelbelichtung. Das war damals nicht ganz so einfach. Vor allen Dingen das Zurückspulen des Films… Und dann das Bildfeld auch richtig ausgerichtet haben. Jo… Aber Versuch macht kluch…

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Und immer wieder im Studio von Holger Münchow…

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Dann ein Bild, welches ich nach Jahren wieder heraus gekramt habe um daraus etwas Neues entstehen zu lassen…

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Das mag gefallen oder nicht… für mich ist es einfach nur reine Übungsmöglichkeit mit PS gewesen… und trägt keinen künstlerischen Wert in sich.

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Auch bei mir im Studio war Stephanie sehr oft zu Gast… Und wie es so oft danach immer wieder passierte: Freundinnen oder Schwestern wollten dann auch mal… In diesem Fall Stephanies Schwester Sabrina.

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Zum Schluss noch eine Seltenheitsausgabe… Natürlich experimentierten wir auch mit Kunstlichtfilmen, mit Cross-Entwicklungen usw… Oftmals sagten mir die Ergebnisse aber überhaupt nicht zu… und so wandelte ich dann einfach einen Tungsten um in Schwarzweiß…

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Echt diletantisch nicht wahr? Aber so waren meine ersten Schritte. Unsicher, neu und wahnsinnig interessant. Ich wollte unbedingt wissen, was es da noch gab… Und ich danke Stephanie heute noch dafür, dass sie mit mir diesen Weg gemeinsam gegangen ist… Noch während der Zeit mit Stephanie brach dann ein Boom los, der sich bis heute nie wieder wiederholt hat. Es gab Tage, da gaben sich die Mädchen die Klinke der Studiotür in die Hand… Es war eine traumhafte Zeit.

Und dann kam Facebook…

 

 

 

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5 Gedanken zu „The early Years

      • Na dann hab ich ja was zum anschauen …. vermisse ja schon deine ganzen Bilder und Alben die du bei der nun versenkten FC hattest.

      • Tz… Fast alle meine Bilder zu den frühen Jahren sind doch schon in der Hauptseite eingebettet… Du musst sie nur finden… 🙂

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